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Zahl der Straftaten gesunken

10.02.2012 | 19:34 Uhr
Zahl der Straftaten gesunken
Wachenleiter Martin Volkmer

Schwerte.   Die Zahl der Straftaten in Schwerte ging im vergangenen Jahr zurück.

Konkrete Angaben, so betont Wachenleiter Martin Volkmer, behält sich (noch) der Innenminister des Landes NRW vor, aber die Tendenz sei eindeutig. Die Ruhrstadt stand und steht unter besonderer Beobachtung, weil sie im Kreis Unna – neben Selm – die Kommune mit der höchsten Kriminalitätsrate ist. Kommen kreisweit betrachtet auf 100000 Einwohner 6400 Straftaten im Jahr, sind es in Schwerte 7400. Damit liege die Kommune zwar noch immer unter dem Landesschnitt (8000 Straftaten), dennoch sei es erklärtes Ziel, die Quote zu senken, hebt Volkmer hervor.

Dass auf dem Weg dahin schon eine Etappe genommen worden sei, daran habe die Präsenz der örtlichen Polizei verbunden mit der Bezirksstruktur einen maßgeblichen Anteil, erläutert er weiter.

Im vergangenen Jahr, so die Bilanz, hätten die Beamten mit Streifendienst, im Kontakt mit Jugendlichen oder auch auf Kontrollgängen rund 7300 Dienststunden absolviert. „Das sind umgerechnet mehr als 300 Tage“, erklärte der Wachenchef.

Die Aufteilung in fünf Polizeibezirke, denen Beamte dauerhaft zugeordnet sind, habe sich zudem als erfolgreiche Strategie erwiesen. Zwischenzeitlich habe es durchaus zur Diskussion gestanden, sich von der Bezirksstruktur zu verabschieden. Doch das wäre ein Fehler gewesen.

Bei einem genaueren Blick auf die Straftatbilanz zeige sich, dass im Falle von Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüchen die Kurve nach unten zeige. Bei den Wohnungseinbrüchen sei es gelungen, die Aufklärungsquote zu steigern. Nachbesserungsbedarf bestehe hingegen bei der Verhinderung von Büro- und Geschäftseinbrüchen. Hier habe sich noch keine deutliche Veränderung der Zahlen ergeben.

Als Volkmer in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft zu Gast war, sah er sich zudem mit der Frage konfrontiert, ob es in Schwerte eigentlich auch Bereiche gebe, in denen man „nicht entlanglaufen sollte“. Solche Orte könne er für die Ruhrstadt nicht benennen, erwiderte der Leiter, verdeutlichte aber zugleich, dass das Sicherheitsgefühl immer auch eine persönliche Angelegenheit sei. Angst-Räume ließen sich selten nach objektiven Kritieren bestimmen, sondern nach dem Empfinden jedes einzelnen Bürgers.

„Hellere Stadt“

Vom Grundsatz her betrachtet könne eine Stadt aber einen Beitrag liefern, etwas zum Sicherheitsgefühl in einer Kommune beizutragen. Unna habe beispielsweise die Aktion „hellere und sichere Stadt“ gestartet. Ein solches Projekt liege aber nicht in der Entscheidungskraft der Polizei, sondern müsse von einer Kommune geschultert werden.

Theo Körner

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Kommentare
11.02.2012
10:32
Zahl der Straftaten gesunken
von buerenbrucher | #1

Natürlich ist es für Schwerte und seine Bürgerinnen und Bürger schön, wenn die Zahl der Straftaten gesunken ist. Ich finde es auch gut, wenn Herr Volkmer nur von einer Etappe spricht, die zurückgelegt wurde. Das eigentliche Ziel besteht wohl aus mehreren Etappen.

Das Schwerte in der Kriminaltitätsstatistik einen vorderen Platz im Kreis Unna einnimmt, ist natürlich bedauerlich. Auch in der Unfallstatistik 2010 nimmt Schwerte leider einen vorderen Platz ein. Es gibt also noch viel zu tun in Schwerte.

Auch wünsche ich mir natürlich mehr Unterstützung der Politik bei sogenannten " Angsträumen ". Z. B. gibt es seit Jahren ( fast hätte ich seit Jahrzehnten geschrieben ) leider nur eine Diskussion um eine bessere Beleuchtung der Unterführung am Bahnhof. Ausser vollmundigen Ankündigungen ist leider nicht wirklich was passiert. In der jüngeren Vergangenheit gab es mal wieder eine Absichtserklärung die Situation zu verbessern, leider fehlt mir mit der Erfahrung der Vergangeheit, der Glaube.

Die Zukunft wird zeigen, was sich in Schwerte wirklich in Zusammenhang mit sogenannten " Angsträumen " ändert. Spontan fällt mir ein : Bürgermeister Böckelühr sagt, er hat kein Geld. Er unterstützt nach meinem Empfinden auch nicht wirklich die Polizei, weil er keine " schwarzen Sheriffs " will. Für das Ordnungsamt ist es laut Bericherstattung schon ein Problem, konnsequent gegen " Hundehaufen " vorzugehen. Welche Bedeutung Vandalismus in Schwerte wirklich hat, kann man bei einem Spaziergang durch Schwerte sehen.

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