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Geocaching

Wenn Krolock Schätze sucht...

10.06.2012 | 14:15 Uhr
Wenn Krolock Schätze sucht...
Früh übt sich, wer einmal eine Meisterin werden möchte: Bogenschießen gehörte zu den Workshops auf der Geocaching Konferenz auf dem Ebberg

Westhofen.   Sie nennen sich Eigengott, Rosinas, Krolock oder Logstar – das sind einige der Nicknames, Namen, die sich Geocacher im Internet geben, um miteinander zu kommunizieren.

Sie nennen sich Eigengott, Rosinas, Krolock oder Logstar – das sind einige der Nicknames, Namen, die sich Geocacher im Internet geben, um miteinander zu kommunizieren. Mehr als 400 dieser modernen Schnitzeljäger trafen sich am Wochenende im Naturfreundehaus Ebberg, um zu diskutieren, ihrem Hobby nachzugehen, Erfahrungen auszutauschen, an Workshops teilzunehmen und auch Spaß zu haben.

Diskussion im Mittelpunkt

Die Diskussion stand im Mittelpunkt dieses dreitägigen Treffens, zu dem Geocacher aus ganz Deutschland und sogar den Niederlanden angereist waren. Die Geocacher lieben die Natur, denn dort üben sie ihr Hobby, das Geocaching aus, „eine Schnitzeljagd, unterstützt durch milliardenschwere Technik“, wie Jan Tacke, Geocacher und Mitorganisator der überregionalen Konferenz in Westhofen, erklärt. Die Liebe zur Natur teilen sie mit Umweltschützern, Jägern, Förstern und Wanderern. Doch jede Gruppe hat ein anderes Interesse. Die Geocacher suchen mit Hilfe eines Satellitenempfängers im Wald nach Schätzen, die dort von anderen versteckt wurden. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Naturschutzverbände, Förster und Jäger möchten die Cacher nicht im Wald haben. Sie kritisieren deren Umweltverhalten. Sie würden die Tiere und die Vegetation stören, oder gar beschädigen. Und das sehen die Cacher völlig anders. Ihnen sei wichtig, umsichtig mit der Natur umzugehen, so Tacke. „Uns geht es darum, dass man sich beim Cachen ordentlich benimmt. Das muss in die Köpfe und Herzen der Cacher.“

„Geocaching und Natur – ein Spannungsfeld?!“ war das Thema der Konferenz, die dazu dienen sollte, Brücken zu Jägern, Förstern und Umweltschützern zu bauen, erklärt Tacke. Zu der Podiumsdiskussion am Samstag hatte das zehnköpfige Gecko-Team (Gecko, eine Kurzform für Geocacher-Konferenz) hochrangige Vertreter der verschiedenen Interessengruppen wie Andreas Schneider vom Landesjagdverband, Martin Sturzenhecker, Landesbetrieb Wald und Holz NRW, den Herausgeber der Zeitschrift Natur und Recht, Prof. Dr. Hans Walter Louis sowie den Naturführer Martin Maschke. „Leider haben die Naturschutzverbände und der Waldbauernverband abgesagt“, zeigten sich Tacke und Organisationskollegin Silvia Rosin enttäuscht.

Konstruktive Veranstaltung

„Die Veranstaltung war aufgeschlossen, konstruktiv und man hat sich angenähert“, so Tacke nach der Podiumsdiskussion. Obwohl kontrovers diskutiert wurde, seien Lösungsansätze gefunden worden. So sollen Netzwerke gebildet und die Kommunikation weiterentwickelt werden. Geocaching sei durchaus ein Pfund, um die Kinder in die Natur zu holen, äußerten sich die Diskutanten. „Der Schlüssel ist Respekt vor den Mitmenschen und der Natur“, so die einhellige Meinung. Konkret wurde beschlossen, dass die Geocacher ihr Hobby bei der nächsten Messe „Jagd und Hund“ in Anröchte vorstellen und darüber informieren.

Monopoly gespielt

Es wurde nicht nur diskutiert auf der Geochaching-Konferenz. Auf dem Programm standen auch eine Höhlenbegehung, eine Exkursion durch einen 400 Jahren alten Bergwerksstollen, ein Vortrag mit anschließender Exkursion und auch Schnupperkurse im baumschonenden Klettern, das Tacke allerdings als „eine strittige Sache“ ansieht. Krolock, der Experte für Wherigo, eine neue Form von GPS-Spielen: Auf einem virtuellen Monopoly-Feld agierten die Cacher als Figuren und mussten mit Hilfe ihres GPS-Gerätes über Los gehen und Straßen kaufen.

Christel R. Radix


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