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Ex-Hausmeister erinnert...

Vor 40 Jahren: Neue Schule für Ergste

27.08.2009 | 21:00 Uhr
Vor 40 Jahren: Neue Schule für Ergste

Ergste. Übergroße Klassen, gefüllte Haushaltskassen, überschaubare Kommunen: Es waren halt noch andere Zeiten, als vor 40 Jahren die Hauptschule in Ergste erstmals Kinder aufnahm.

„Damals hatten wir keine andere Wahl, als uns für einen Neubau zu entscheiden”, erinnert sich Günter Brünger, einst gewählter Gemeindevertreter und zugleich Hausmeister in dem nigelnagelneuen Trakt. Die heutige Grundschule an der Kirchstraße reichte vorne und hinten nicht mehr, blickt der 76-Jährige zurück. Da habe man sich entschlossen, Akzente zu setzen in der Schullandschaft. Am Rande der Stadt, auf kah-lem Acker, bot sich eine Fläche an. Während dort droben am Derkmannsstück früher nur „zwei bis drei Häuser standen”, wie es Brünger formuliert, kann man heute sicherlich nicht mehr so richtig von einer Randlage sprechen. Der damalige Amtsdirektor Willi Koschwitz und Bürgermeister Georg Linke machten sich für einen Neubau stark.

In Spitzenzeiten besuchten rund 450 Mädchen und Jungen die Ergster Schule, weiß Brünger, der eine eigene Chronik über die Jahre zusammengestellt hat. Doch es blieb nicht bei solch hohen Schülerzahlen, die Schar der Kinder und Jugendlichen wurde immer kleiner, bis die Schule 1988 aufgelöst wurde. Leer blieb das Gebäude aber längst nicht. Die Pestalozzischule (heute Schule an der Ruhr), eine Einrichtung für Lernbehinderte, die in den heutigen Räumen der Musikschule untergebracht war, wechselte nach Ergste. Brünger selbst blieb bis 1993 in Amt und Würden, ist aber bis heute der Schule treu geblieben. Nach wie vor kümmert er sich um die Wasseraufbereitung des Lehrschwimmbeckens. Der gelernte Installateur denkt gern an die längst vergangene Zeit und auch an die Schüler von damal´s zurück. „Die hatten mehr Respekt vor Erwachsenen”.

Theo Körner

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Kommentare
28.08.2009
08:52
Vor 40 Jahren: Neue Schule für Ergste
von superimpi | #1

Stimmt - das alles kann ich unterschreiben.
Die frühere Ergster Hauptschule kannte weder Graffiti noch Gewalt. Aus meinem Jahrgang ist aus allen Schülern was geworden.
Und wenn wir in der Pause in der Aula mit dem Tennsiball spielten, hat uns Günter (damals natürlich Herr Brünger) angepfiffen - das war Gesetz. Der Lehrer hatte immer Recht - und Günter demnach auch.

Leider war das eine Zeit, die endgültig vorbei ist.

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