Unterschriften für geplanten Neubau
01.06.2011 | 10:15 Uhr 2011-06-01T10:15:00+0200
Ergste.Das Vorhaben, auf dem Himmelmannschen Feld zwischen Letmather Straße und Friedhelm-Mann-Weg ein Nahversorgungszentrum zu bauen, ist zwar etwas in der Versenkung verschwunden, deshalb aber noch lange nicht vom Tisch. Eine von Ergster Bürgerinnen und Bürgern organisierte Unterschriftenaktion will am 17. und 18. Juni am Edeka-Standort den Willen der Bevölkerung ausloten.
Sicher ist: Ohne den Neubau des besagten Geschäftszentrums wird sich Edeka aus Ergste zurückziehen. Jörg Patzer, Chef der Edeka-Filiale an der Letmather Straße, will sein Geschäft vergrößern, um damit auch einer von vielen Geschäftsideen des genossenschaftlich geführten Unternehmens gerecht zu werden. Denn der Vollsortimenter wird keine Flächen mehr bespielen, die kleiner als 1500 Quadratmeter sind. Im Moment verkauft Edeka auf etwas mehr als 900 Quadratmeter. „Wenn wir uns auf dem Himmelmannschen Feld nicht neu aufstellen können, sind unsere Tage in Ergste gezählt“, macht Jörg Patzer unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen wird. Von einem Neubau, verspricht er, „haben alle in Ergste nur Vorteile. Die Auswahl wird größer, die Gänge werden breiter, die Parkplatzsituation entspannt sich, Ergste wird endlich ein Café bekommen“ – eines mit Außenterrasse, das zudem sogar sonntags geöffnet haben und zu einem Kommunikationsmittelpunkt werden soll. Auch ein Getränkemarkt ist geplant.
Ergänzt werden soll der Vollsortimenter Edeka um einen Discounter der Firma Lidl. Ein Einzelhandelsgutachten hat die Verträglichkeit einer Ergänzung durch einen Discounter bereits vor Jahren geprüft. In Ergänzung des Konzeptes wird im Norden des Grundstücks eine Servicewohnanlage mit ca. 35 Einheiten geplant – altersgerecht und damit barrierefrei, versteht sich. Den Wunsch nach einem altersgerechten gestalteten Wohnraum gibt es in Ergste schon lange.
Ein Landschaftsraum für eine naturnahe Erholung soll gebaut werden. Die Gesamtanlage erhält eine zusammenhängende Parkplatzanlage mit ca. 120 Kundenstellplätzen und wird verkehrstechnisch über einen neu zu bauenden Kreisverkehr in Anbindung an die Ruhrtalstraße erschlossen. Dieser wird vom Investor der Baumaßnahme errichtet. Entsprechende Vorabstimmungen mit Straßen NRW sind dazu bereits getroffen.
Eine weitere wichtige Verkehrsanbindung für die Fußgänger wäre die Einplanung und der Bau einer Querungshilfe in der Höhe der Wohnanlage. Eine vorgelagerte Bushaltestelle soll Menschen die Möglichkeit geben, den Ergster Mittelpunkt mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.
„In Abstimmung mit dem Umweltamt wird die Gesamtanlage selbstverständlich entsprechend durchgrünt mit Bäumen bepflanzt und in den Natur- und Landschaftraum integriert“, heißt es in der Objektbeschreibung eines mit den Planungen beauftragten Architekturbüros aus Dortmund. Als weiteren ökologischen Baustein wird angestrebt, die Gesamtanlage über ein Blockheizkraftwerk auf der Basis von Biogas mit Strom und Heizenergie zu versorgen.
Bezüglich der Nachnutzung des alten Edeka-Standortes wird es keinen Leerstand geben, heißt es in der Beschreibung. Es bestehe großes Interesse von zwei Drogeriefachmärkten..
Wie die Politik den neuen Vorstoß aufnehmen wird, muss abgewartet werden.
22:33
Für die Ergster Bürger wäre es auf jeden Fall eine Bereicherung. Und die Kombination LIDL und EDEKA gibt es schon mehrfach erfolgreich in anderen Städten.
Wenn dann noch eine größere Drogeriemarktkette den ehemaligen EDEKÀ Standort übernehme, wäre die Infrastruktur doch fast perfekt.
16:55
Es wäre zumindest ein erneuter Versuch von Basis-Demokratie, sofern die Umfrage nicht wieder nur EINE der beiden Möglichkeiten Ja, ich bin dafür bzw. Nein, bin dagegen zulässt.
Das damalige Ergenis, dass soundsoviel Bürger dagegen sind, war ja ohne Vergleichsmöglichkeit, wie viele dafür gestimmt hätten, recht sinnfrei...