Unterkunft für Flüchtlinge wird saniert
23.05.2012 | 17:44 Uhr 2012-05-23T17:44:00+0200
Schwerte. Hans-Georg Winkler und Marco Tröger lesen täglich die Auslandsnachrichten. Für den Sozialdezernenten und den Immobilienmanager der Stadtverwaltung gibt es keine andere Möglichkeit, sich rechtzeitig auf neue Flüchtlinge einzustellen. Das müssen sie aber. Denn die in den 90er Jahren gebaute Flüchtlingsunterkunft an der Hörder Straße ist unbewohnbar, im Haus in Holzen ist alles belegt.
Weil die Zahl der Flüchtlinge wieder gestiegen ist und vermutlich weiter steigt, sieht die Verwaltung für 2013 und 2014 für die Bauarbeiten im Haus an der Hörder Straße die Ausgabe von 351 000 Euro vor. „Wir müssen komplett sanieren.“
Schaden ist dokumentiert
Was alles zu tun ist, ist bereits in Schrift und Bild von Marco Tröger dokumentiert. „Wasserleitungen sind nicht kaputt“, so Winkler. Die Stadt sei es nicht gewesen, die das Haus habe verkommen lassen, weist er Vorwürfe zurück, die in der Bürgerversammlung in der vergangenen Woche gegen die Verwaltung laut wurden. Die 28 Räume hätten schlicht durch die Benutzung der Menschen arg gelitten.
Im Moment habe man noch freie städtische Wohnungen, die als Quartier für flüchtende Menschen dienen könnten. „Meine Sorge ist das, was ich nicht planen kann“, sagt Winkler. So bekäme die Stadt morgens ein Fax von einem zentralen Aufnahmelager, wie viele Flüchtlinge auf dem Weg nach Weg nach Schwerte seien. „Nachmittags stehen die vor der Tür.“
Vorlaufzeit von acht Wochen
Kann die Stadt keinen Wohnraum mehr zuweisen, muss die Sanierung des Gebäudes an der Hörder Straße vorgezogen werden. Er brauche, so Winkler eine Vorlaufzeit von acht Wochen, um Teile des Hauses wieder bewohnbar zu machen. So haben er und der Immobilienmanager ein waches Auge auf die Flüchtlingsstatistik. Das Gebäude an der Hörder Straße hat eine Wohnfläche von 364 Quadratmetern, 28 Räume und darf maximal mit 68 Personen belegt werden.
Lieber wäre es Winkler, das Haus könnte verkauft werden. Aber in politisch unruhigen Zeiten wie diesen ist er doch froh, dass das Gebäude noch in städtischem Besitz ist. Das Flüchtlingsheim in Holzen ist voll belegt. Die Menschen dort können nicht noch enger zusammenrücken. In Gesprächen mit dem Arbeitskreis Asyl versucht man, sozialverträgliche Lebensbedingungen zu bieten.
14:39
Die ganz " grosse Politik " wird in Berlin gedreht. Fakt ist, die Stadt Schwerte muß laut der Bezirksregierung in Arnsberg, wie auch andere Kommunen, Flüchtlinge aufnehmen.Ich möchte auch nie vergessen, wie nach dem 2. Weltkrieg Deutschland und seinen Bürgerinnen und Bürgern durch z. B. Care Pakete geholfen wurde. Natürlich kann und soll Deutschland die Welt nicht retten. Schliessen möchte ich mit den Worten von Bürgermeister Heinrich Böckelühr aus dem Kommunalwahlkampf 2009 : sozial, bürgernah und zukunftsfähig. Auch Ethik und Moral sollte es 2012 noch geben.
10:28
Im übrigen kommen viele "Flüchtlinge" aus EU - Ländern (Rumänien, Bulgarien) und geben ihren Fluchtweg nicht bekannt. Dies hätte nämlich zur Folge, dass sie im Durchreiseland bleiben müssten. So kommen hochqualifizierte Experten(!) in unserer Land und landen sofort in die soziale Hängematte wo sie solange wie möglich bleiben. Der ewige Gerede von unseren Politikern, das Deutschland ausstirbt und wir junge Leute benötigen, bewirkt nur eine weitere Belastung unseres Sozialsystems!
Zitat : Deutschland schafft sich ab!
13:43
Laut obigem Artikel, 364 Quadratmeter für maximal 68 Perosnen ? Da sind ca. 5,3 Quadratmeter pro Person. Entspricht das dem Grundgesetz, hier Artikel 1, Menschenwürde ?
13:27
Mit allem Respekt vor Herrn Winkler, ein mehrjähriger Leerstand tut keinem Gebäude gut. Wenn man dann noch die " strengen Winter " 2009 / 2010 und 2010 / 2011 berücksichtigt, tut das ein übriges. Wer hat denn z. B. als das Gebäude leerstand gelüftet, Herr Winkler ?