Unitymedia klemmt fremde Kabel ab
11.08.2009 | 18:30 Uhr 2009-08-11T18:30:00+0200Schwerte. Der Konkurrenzkampf der Kabelnetzbetreiber ist groß und lässt die Nutzer leiden. Am vergangenen Montag klemmte ein Techniker im Auftrag der Firma Unitymedia in den Häusern Hagener Straße 45 a-c den so genannten Übergabepunkt im Keller ab.
Das durfte er nicht, wurde der Mann von einer Bewohnerin belehrt, deren Fernsehbildschirm plötzlich schwarz war. Die Kabelanlage sei seit mehr als zwei Jahren Eigentum der Stadtwerke, sagte die Frau ihm. Dirk Mannes von den Stadtwerken spricht noch zurückhaltend über das Vorgehen von Unitymedia und nennt es „rücksichtslos” und „dreist”.
Johannes Fuxjäger, Pressesprecher des Kabelbetreibers, kann sich nicht vorstellen, dass so bei seiner Firma gearbeitet wird. Man habe zwar Vertriebsmitarbeiter, die potenzielle Kunden „über unser Produkt informieren sollen”. Aber niemand erpresse durch illegales Abklemmen die Unterschrift für einen Vertrag mit Unitymedia. Das soll in der Hagener Straße passiert sein. Die Bewohnerin, die den Techniker und seine Kollegin aus dem Keller vertrieb, nahm ihnen nach eigenen Angaben auch einige bereits unterschriebene Verträge ab. Der Techniker selbst sagte im Gespräch mit der Westfälischen Rundschau: „Das war wohl ein Versehen. Wir hatten von Unitymedia den Auftrag, den Übergabepunkt zu sperren, weil in dem Haus keine Kunden der Firma mehr waren.”
Das ist schon seit dem 1. Mai 2007 der Fall. Dirk Mannes, Technischer Prokurist bei den Stadtwerken, erklärte, damals hätten die Stadtwerke für mehrere tausend Euro die Kabelanschlüsse im Haus von Unitymedia gekauft.
Vertrag mit
Stadtwerken
Seitdem bestehe ein Vertrag zwischen der Verwaltung der drei Häuser in der Hagener Straße und den Stadtwerken über den Betrieb der Kabelanlage.
Entweder will man bei dem privaten Telekommunikationsunternehmen davon nichts wissen oder die Leitungen in dieser Firma sind besonders lang. Der Techniker, der im Keller der Hagener Straße 50 Haushalten den Fernsehanschluss abklemmte, hatte online „eine ganze Liste” mit Aufträgen für Schwerte erhalten. „Aber nach Montag sind wir erstmal vorsichtig”, sagte er. Zumal er und seine Kollegin auch noch in Geisecke tätig waren, in Häusern, deren Bewohner ebenfalls Stadtwerke-Kunden sind.
Im Laufe der WR-Recherchen zu diesem Fall verabredeten Dirk Mannes und der zuständige Regionalleiter für den kommenden Freitag ein Gespräch in Schwerte, um über alle Probleme persönlich zu reden.
09:53
Ach, hört mir doch auf mit Unitymedia ! Die Frirma setzt doch alle Konkurenzfirmen mit Ihrer machtbesessen Politik unglaublich unter Druck. Die gehen mir mit ihrer agressiven Werbung so dermaßen auf den Zwirn, dass ich glatt überlege, den Kabelanschluss abzumelden. Leider haben wir keine Antenne mehr auf dem Dach, eine Schüssel wollen wir nicht und meine Frau mag nicht auf die ganzen Tiersendungen der privaten Sender verzichten. Sonst wäre der Fernsehr schon längst weg. Es läuft doch eh zu 90 Prozent nur noch Schrott im Fernsehen. Nur das Kabelmonopol dieser Firma gehört abgeschafft.
00:38
mit dem unterschied das die stadtwerke schwerte zu dösig sind. in schwerte ost hat man millionen vergraben um ein tv-bild von UM zu den stadtwerken zu übernehmen und die anwohner über monate mit offen gerissenen strassen genervt. mehrwert? gleich null. internet oder telefonie über glasfaser? null. die schicken, neuen kabel geben nicht mehr her als das was es schon gab...
und wenn man nachfragt was da jetzt passiert? schweigen im walde. inkompetenz = stadtwerke schwerte
00:14
Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.. man darf nicht vergessen das die Stadtwerke Schwerte ihre teueren vergrabenen Millionen in Form der Glasfaseranschlüsse die - natürlich auch TV Anschluss inkludieren - auch vermarkten wollen und hier ist der direkt Konkurrent Unitymedia!