Stahlwerk und Schule im Schulterschluss
20.06.2007 | 09:04 Uhr 2007-06-20T09:04:06+0200Schwerte. Einen Schulterschluss gehen das Stahlwerk Ergste Westig und die Realschule am Bohlgarten ein.
Los geht es bereits in den Sommerferien, dann werden die ersten Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein Praktikum absolvieren. Die Jugendlichen können frühzeitig testen, ob bei ihrem Wunschberuf Vorstellungen und Wirklichkeit überinstimmen.
Anlass für die Partnerschaft sind unter anderem die guten Erfahrungen, die das Stahlwerk bereits in den vergangenen Jahren mit Schülern vom Bohlgarten gemacht hat. Gemeinsam mit den Lehrern Rolf Bökenfeld und Helge Ebbinghaus entwickelten Thorsten Eckartz und Simone Frömel, beide vom Stahlwerk, ein Konzept zur Kooperation.
Allen Beteiligten ist wichtig, dass nur Schüler teilnehmen, die auch Interesse zeigen. Vor allem für die technischen Berufe wie Verfahrensmechaniker, Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Werkstoffprüfer. Alle Berufe können auch Mädchen und Frauen ergreifen.
Bereits im April stellten Eckartz und Frömel im Unterricht den Betrieb und die Anforderungen an zukünftige Auszubildende vor.
Auch Schüler, die sich für eine kaufmännische Ausbildung interessieren, profitieren von der Lernpartnerschaft. Sie erfahren rechtzeitig, worauf es in der Praxis ankommt. Doch um in diesem Bereich einen Ausbildungsplatz zu bekommen reicht der Realschulabschluss nicht, hier wird heute die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife erwartet.
Im Unterricht bekommt die Jahrgangsstufe 9 zukünftig im Rahmen der Berufsvorbereitung praxisbezogene Informationen über betriebliche Abläufe. Profis geben Hinweise, worauf Kandidaten bei Bewerbungsgesprächen zu achten haben. Abgerundet wird das Programm durch Betriebsbesichtigungen in kleinen Gruppen, bei denen die Schüler aus erster Hand erfahren, worauf sie sich beim Wechsel von Schule zu Beruf einstellen müssen. Die erste Gruppe informierte sich bereits Anfang Juni auf diese Weise im Stahlwerk Ergste Westig. Ein Auftakt, der alle Beteiligten zufriedenstellte. "Wenn es weiter so gut läuft, können wir uns vorstellen die Kooperation noch weiter auszudehnen", erklärten Thorsten Eckartz, Simone Frömel, Helge Ebbinghaus und Rolf Bökenfeld übereinstimmend.
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