Spaziergang zwischen Denkmälern
24.06.2009 | 17:56 Uhr 2009-06-24T17:56:00+0200
Schwerte. Wenn zwei stolz durch ihre Stadt mit den mehr als 180 Denkmälern gehen, dann sind das Uwe Fuhrmann und Erich Nickel.
Die beiden leiten den Heimatverein und erzählen Einheimischen wie Auswärtigen gerne, was die Stadt für sie so lebenswert macht. Am 4. Juli laden sie die Leser und Leserinnen der Westfälischen Rundschau zu einem zweistündigem Rundgang durch die Gassen, über Plätze und Grünanlagen ein.
Heimat ist für Uwe Fuhrmann nicht verstaubt und das gleichnamige Museum auch nicht. „Seit ich neun oder zehn Jahre alt war, bin ich immer gerne ins Museum gegangen”, erzählt der Vorsitzende des Vereins. So ging es auch Erich Nickel. Der fragte während Wochenendausflügen im Sauerland stets nach einem Heimatmuseum und guckte in der jeweiligen Ausstellung sich was für Schwerte ab. Sie sind beide davon überzeugt: „Das Heimatmuseum ist die Seele der Stadt.”
War es 1931 das Museum, das der damals gerade gegründete Heimatverein einrichten wollte, sind es heute der Schwerter Laternenweg, die abendlichen Rundgänge mit dem Nachtwächter im Winter und eine Sammlung alter privater Filmaufnahmen von den 30-er bis zu den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts, mit denen der Heimatverein – unter anderem – von sich reden macht.
Vorträge und Einsatz
auf vielen Festen
Dazu kommen die vielen Vorträge während Versammlungen des Hausfrauenbunds und der Kirchengemeinden, die Teilnahme am Neubürgerempfang zweimal im Jahr und der Stand auf dem Pannekaukenfest. Das alles stämmen die rund 50 Mitglieder im Heimatverin um den Vorsitzenden Fuhrmann und seinen Stellvertreter Nickel. Schwerter und Schwerterinnen, die die Beitrittserklärung unterschreiben möchten, werden somit herzlich begrüßt.
Erich Nickel arbeitet ehrenamtlich im Museum als Aufsichtskraft, Uwe Fuhrmann macht im Winter einmal die Woche ehrenamtlich den Nachtwächter. Dafür hat er Akten übersetzen lassen, sich ein Kostüm schneidern lassen und eine stabile Gesundheit zugelegt. „In all den Jahren ist noch kein Termin ausgefallen. Der Nachtwächter ist die Verlässlichkeit in Person”, sagt er. Selbst Husten, Schnupfen, Heiserkeit hielten ihn nicht vom Dienst fern.
Fuhrmann und Nickel wollen mit ihrer Arbeit den „Schwertern eine Identität stiften”, sagen sie. So wie am 4. Juli. Uwe Fuhrmann erklärt die Häuser und deren Entstehung entlang der Wallstraße, macht auf die Besonderheiten im Stadtpark aufmerksam und erläutert die Geschichte des jüdischen Friedhofs.
- Abenteuer Ferien heißt eine Aktion der Westfälischen Rundschau in den kommenden sechs Wochen.
- Zusammen mit Vereinen und engagierten Menschen lädt die Redaktion ihre Leserinnen und Leser ein, ihre Stadt einmal genauer anzusehen, die Angebote auszuprobieren, für sich etwas Neues zu entdecken.
- Auftakt ist am ersten Feriensamstag, 4. Juli, um 15 Uhr mit dem von Uwe Fuhrmann geführten Rundgang durch Schwerte.
- Treffpunkt ist der Brunnen auf dem Martplatz vor der Kirche St. Viktor.
- Der Rundgang dauert zwei Stunden.
- Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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