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Schatten nicht zu hoch bewerten

26.01.2011 | 16:29 Uhr
Schatten nicht zu hoch bewerten

Schwerte.Ganz so sonnig scheint die Lage für die Solarbranche auf den ersten Blick nicht zu sein, nachdem die Bundesregierung angekündigt hat, die Einspeisevergütung zur Mitte des Jahres zu senken. Doch nach Ansicht von Fachleuten solle man die Schatten nicht zu hoch bewerten.

Wie Jörg Tappeser, Chef des gleichnamigen Solartechnikbetriebes, berichtet, sei noch vollkommen unklar, um wieviel Prozent der Preis fallen wird.

Das bestätigt auch Peter Blenkers, Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW. Nach bisherigen Informationen sei es davon abhängig, wie viele Solarzellen bis Mitte des Jahres noch auf den deutschen Dächern installiert werden. Sollte die Zahl recht hoch ausfallen, soll die Absenkung bis zu 15 Prozent ausfallen, bei einer niedrigeren Quote sei lediglich an drei Prozent gedacht.

Drei Abstufungen im vergangenen Jahr

Schon im vergangenen Jahr habe die dreimalige Abstufung der Vergütung zu erheblichen Schwierigkeiten geführt, berichten Tappeser und Blenkers. „Viele Bürger wollen dann noch ganz schnell eine Anlage haben“, sagt der Solartechnikexperte aus Schwerte. Doch die Hersteller seien kaum in der Lage gewesen nachzukommen. Daher habe auch er große Probleme gehabt, alle Wünsche zu erfüllen. Nun befürchtet er, dass eine Wiederholung der misslichen Umstände vor der Tür steht.

Da die deutschen Hersteller die Nachfrage nicht bedienen können, so Tappeser, drängen Produzenten aus China auf den heimischen Markt. Bei der Ware sei allerdings Vorsicht angesagt, da nicht alle Modelle den technischen Standards hiesiger Breiten entsprechen.

Derzeit erhält derjenige, der mit seinen Solarzellen Energie ins Stadtwerkenetz einspeist 29 Cent pro Kilowattstunde. Vor gut eineinhalb Jahren waren es noch 43.

Mittlerweile „bauen wir aber nur noch solche Anlagen, die zunächst einmal für den Eigenverbrauch ausgelegt sind“, erläutert Tappeser. Dadurch spare der Kunde die Kosten, die er sonst für den Strom des Energieversorgers zahlen müsste.

Zudem erhält er für jede Kilowattstunde , die er privat verbraucht, einen Betrag zwischen 14 und 16 Cent pro kw/h. Die genaue Höhe richtet sich nach der Menge des Eigenverbrauches.

Solarzellen bleiben
weiterhin attraktiv

Nach Ansicht des Energieberaters Blenkers bleiben Solarzellen auch weiterhin attraktiv für Häuslebauer. In Schwerte hat im vergangenen Jahr die Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen 1,4 Millionen Kilowattstunden erbracht. Damit wurde rund ein Prozent des gesamten Stromverbrauches abgedeckt, berichtet Stadtwerke-Chef Michael Grüll.

DerWesten

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