Sattelzugweise Salz gebunkert
29.11.2010 | 18:14 Uhr 2010-11-29T18:14:00+0100
Schwerte.Schneeflöckchen, Weißröckchen, grad kommst du geschneit – komm’ ruhig, Schwerte ist gerüstet: Etliche Sattelzüge Salz müssen in Schwerter Haushalten schon gebunkert worden sein, so sagen übereinstimmend alle von der WR befragten Händler. Gerade wird’s wieder ein bisschen knapp in den Läden, aber alle – von Toom über Raiffeisen bis zum Kaufland – haben Nachschub bestellt.
„Dann wundern sich im Sommer die Menschen, wenn Straßenbäume faulen und gefällt werden müssen.“ Dieter Ackermann kennt Straßenränder, vornehmlich an Autobahnen, da wächst flächendeckend schon der Queller. Das ist eine Art Dünengras, das nur in salzhaltiger Umgebung gedeiht. Dem Schwerter AGON-Experten (Arbeitsgemeinschaft für Ornithologie und Naturschutz) graut schon davor, wenn all’ das gehamsterte Streusalz wirklich ausgebracht wird: „Für unsere heimischen Wildpflanzen ist Salz Gift, mehr aber noch für die Bodenorganismen.“
Wenn dann im Herbst das Laub liegenbleibe, weil im Boden keine Bakterien und Pilze mehr da sind, um es zu zersetzen, sei schon großer Schaden angerichtet.
Ulrich Rosenbaum vom Toom-Baumarkt hat inzwischen den sechsten Sattelzug Streusalz nachgeordert: „Klar, die Leute haben die Erfahrung im letzten Winter gemacht, dass Salz auch mal nicht nachgeliefert werden kann.“ Solch eine frühe Nachfrage hat er aber noch nicht erlebt. Im Oktober seien die ersten Kontingente schon abverkauft worden.
Frühe Nachfrage
Beim benachbarten Raiffeisenmarkt sind seit Ende Oktober auch schon drei Sattelzüge Streusalz verkauft worden, im Kaufland am Dohrbaum neigt sich der Vorrat auch gerade wieder zur Neige. Noch wird binnen weniger Tage nachgeliefert -- aber noch bestand auch wenig Gelegenheit, das Auftaumittel wirklich anzuwenden.
Nur bei Eisglätte
„Nach Recht und Gesetz darf nur bei Eisglätte Salz gestreut werden, und dann auch nur in geringen Maßen“, warnt Sascha Behle vom Baubetriebshof der Stadt. Bei Schnee müssen Besen und Schneeschieber reichen – oder ein weniger umweltschädigendes, aber abstumpfendes Mittel wie Sand oder Splitt.
Bei stark abschüssigen Wegen, Rampen oder Treppen darf auch mal Salz gestreut werden – immer aber nur in Maßen. Auf keinen Fall darf Salz auf bewachsene Flächen, Baumscheiben oder Beete gestreut werden.
Wenn es jemand mit dem Einpökeln seines Gehweges übertreibe und dabei auffalle, werde man erst einmal das Gespräch suchen: „Wir versuchen es erst mal im Guten, meist ist es nur Unkenntnis“, so Sascha Behle.
Die städtischen Streufahrzeuge bringen zwischen fünf und 15 Gramm Salz pro Quadratmeter aus, mehr nicht - „und das auch noch in Laugenform, nicht körnig, denn nur in Verbindung mit Wasser wirkt Salz sofort.“
10 Gramm Salz pro Quadratmeter sollten also auch beim privaten Streuen der Bürgersteige und Gehwege reichen. Das ist vermutlich kaum mehr als ein gehäuftes Teelöffelchen.
22:17
Übrigens, wenn jemandem das Salz ausgegangen sein sollte: Hier in der Chattenstraße liegt noch massig auf dem Bürgersteig rum. Die gelangweilten Rentner haben anscheinend eine Riesenfreude daran, endlich eine Aufgabe zu haben und etwas NÜTZLICHES zu tun, indem sie völlig sinnfrei mit Salz um sich werfen. Also, einfach einen Sack mitnehmen - das Salz liegt buchstäblich zur Mitnahme bereit auf dem Gehweg.
12:11
Sprenkleranlage
12:11
Im Sommer eine Sprenkler für Deutschland bauen wäre doch super!
Dann braucht nicht zu stöhnen und zu schwitzen.
Gegen Regen hilft ein riesiger Flächenbrand. Dann verdunsten die Wolken.
Für die Pollengeplagten wäre eine Absauganlage im Frühling doch ideal.
Pro Natur!
12:07
Auch wenn ich den Schnee als Sommermensch nicht wirklich mag (mal abgesehen von der Kälte) bin ich der Meinung, dass man der Natur freien Laufen lassen muss. Schnee gehört nun mal zum Winter dazu. Wir müssen ihn nicht immer auf Biegen und Brechen bekämpfen! Für wen? Für die Autonation? Dann fahrt doch mit der Bahn! Salz ist sowas von umweltschädigend! Gar nichts machen ist die Beste Lösung! Nach Salz kommt Wasser, nach dem Wasser die Minus Temperaturen und dann die Glätte und dann wieder Salz. Immer feste druff! Jawoll, das ist unsere westliche Logik. So haben wir täglich mehrmals was zu tun und können uns über unseren Nachbarn ärgern und aufregen, der nicht 50 Zentner Salz zur Schneebekämpfung gebunkert hat.
23:06
die sache verhält sich gaaanz anders:
schnee liegen lassen und gut ist. auf einer festen schneedecke läuft es sich ohne probleme.
legt sich da dann doch mal einer lang wird eben ne schadenmeldung für die haftpflicht ausgefüllt und gut is.
21:32
Die Sache verhält sich doch so, legt sich einer auf einem glatten Gehweg auf die Backe und trägt einen Schaden davon, ist der der die Räumpflicht nicht eingehalten hat der Dumme.
Winterschuh Pflicht währe schon mal eine gute Sache! Die Leute hauen soviel Salz auf die Gehwege weil sie Angst davor haben, dass sich eine Stöckel Gazelle oder ähnliche Gestalten den A… brechen und er zahlen muss! Und Herr Behle ich möchte nicht wissen was mit der Kanalisation passiert wenn die Bürger Split und Sand streuen. Wahrscheinlich kommt die SEG aus dem Kanal spülen nicht mehr raus, oder wir saufen beim nächst folgenden Starkregen alle ab! Schnee fegen, Sand bzw. Splitt streuen, neuer Schnee Reste Sand und Split mit dem neuen Schnee in die Gosse fegen und wieder Split und Sand drauf. Ich hör euch schon schreien Bürger nehmt Salz. In Maßen angewendet ist Salz völlig OK. Sollten wir wirklich einen Jahr 1000 Winter wie aus Russland angekündigt bekommen, reichen die paar mehr eingekauften Salzkörner eh nicht aus.
20:45
Mensch, dann geht doch auch mal durch die Straßen und weist die laufenden Salzstreuer zurecht !
20:37
The same procedure as every year ... Jau, immer druf. Schnee ist böse und sehr gefährlich. Da kann man gar nicht genug Salz draufhauen. Und das Schlimme ist: Das gemeine Zeug kommt jedes Jahr wieder !