Potenzial des Stadtbads besser nutzen
24.11.2008 | 20:30 Uhr 2008-11-24T20:30:00+0100
Schwerte. Die Stadt kann es sich nicht leisten, auf zusätzliche Einnahmen aus dem Stadtbad zu verzichten, diagnostiziert Ratsfrau Ilona Blank, und erneuert ihre Forderung nach erweiterten Öffnungszeiten jenseits von Vereinen und Schulen.
Neun Monate, klagt Blank, sind ungenutzt verstrichen, nachdem sie zuletzt mit ihrer Idee von ausgeweiteten Schwimmzeiten für die Öffentlichkeit im Rat vorstellig geworden ist. Seinerzeit beschloss das Stadtparlament einstimmig, dass die Fachverwaltung beziehungsweise die Geschäftsführung der Bäder GmbH „kurzfristig” ein Konzept erarbeiten soll, das mehr Bürgerinnen und Bürgern als bisher erlaubt, ihrem Schwimmvergnügen in der Ruhrstadt nachgehen zu können. Getan hat sich nichts: „Es ist”, klagt die Ratsfrau, „bei den geringen Öffnungszeiten für Nichtvereinsmitglieder jeweils samstags und sonntags von neun bis zwölf Uhr geblieben.”
Damit wird viel Potenzial verschenkt, meint Blank. Im Jahr 2000 seien rund 5 Millionen Mark ins Stadtbad geflossen, im Sommer 2007 noch einmal 60 000 Euro, sodass sich das Bad „in Bestzustand” präsentiere: „Hiervon muss die Öffentlichkeit erheblich mehr profitieren als bisher”, fordert die Ratsfrau. Die Erfolge ließen dann sicher nicht lange auf sich warten: Bürgerinnen und Bürger müssten nicht mehr zum Schwimmen in die Nachbarstädte ausweichen, würden mithin ihr Geld in Schwerte lassen. Das FAB sei in dieser Hinsicht zu vernachlässigen: „Das Spaßbad ist, wie der Name schon sagt, nun mal kein Bad zum reinen Schwimmen.”
Nicht zu verstehen ist aus ihrer Sicht, dass es nicht möglich sein soll, dass Schul- oder Vereinssport parallel zum Schwimmangebot für die Öffentlichkeit laufen: „Das ist in anderen Kommunen so, übrigens auch in Bochum unter der Leitung von Xaver Majewski, und das war bis zum Bau des Freizeitallwetterbades in Schwerte so.”
Zusätzliche Schwimmzeiten im Stadtbad und eine gewisse Flexibilität bei den Öffnungszeiten könnten größere Einnahmen bringen und dazu beitragen, die Verluste im Bäderbereich zu mindern, meint Blank. Dazu wären dann aber auch wirklich attraktive Öffnungszeiten notwendig. Beispiel Weihnachtsferien: „In den Weihnachtsferien, habe ich gelesen, öffnet das Stadtbad montags bis freitags von 5.45 bis 10 Uhr. Wie soll sich das lohnen?”
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