Partys in der Rohrmeisterei nur noch hausgemacht
05.10.2009 | 18:17 Uhr 2009-10-05T18:17:00+0200Die Vorfälle bei der 80er-Jahre-Party (WR berichtete) haben Tobias Bäcker, Stiftungsvorstand der Rohrmeisterei, in dem Entschluss bestätigt, ab 2010 einen neuen Kurs zu fahren. Ab nächstem Jahr werden keine externen Veranstalter mehr in den altehrwürdigen Hallen Partys anbieten.
Diese Entscheidung sei schon vor Monaten gefällt worden und erweise sich nach dem vergangenen Wochenende als richtig. Am frühen Morgen war die Polizei wegen einer Prügelei gerufen worden, an der mehrere Gäste beteiligt waren. Die Beamten blieben auch einige Zeit, nachdem sie die Streithähne auseinander gebracht hatte, vor Ort. Da es bei den Feiern, die externe Veranstalter organisieren, immer wieder zu Ereignissen wie solchen am Samstag kam, habe man klare Zeichen gesetzt, so Bäcker. Szenen dieser Art habe es etwa bei Konzerten mit der Band Krass oder einem von der Rohrmeisterei engagiertem DJ nicht gegeben.
Damit möchte Bäcker, wie er betont, keinem Veranstalter irgendwelche Schuld anlasten. Man habe nur entsprechende Erfahrungswerte gewonnen, vergleichbar mit den Ereignissen bei Stufenpartys, von Schülern organisiert. Solche Feten gehören für die Rohrmeisterei auch längst der Vergangenheit an.
Trotz dieser neuen Marschrichtung werde Schwerte und werde auch das Haus an der Ruhrstraße nicht zur partyfreien Zone, sagt der Vorstand. Man werde selbst Partys organisieren. „Dann haben wir auf deutlich mehr Stellschrauben Zugriff”, sagt Bäcker. Neben der Preisgestaltung sei es dann Sache der Rohrmeisterei, zu regeln, wann und wie Eingangskontrollen stattfinden. Welches Motto die Feier habe, liege ebenso im Zuständigkeitsbereich der Rohrmeisterei. „Damit entscheidet sich auch, welche Zielgruppen angesprochen werden.”
Ein gewisses Risiko bleibe natürlich immer bestehen, wenn man solche Veranstaltungen anbiete, sagt Bäcker. Das lasse sich nun mal nicht ändern.
Er fragt sich allerdings auch, ob solche Auswüchse, die es immer mal wieder bei Partys mit externen Anbietern gegeben hat, damit zusammenhängen können, dass in Schwerte ohnehin junge Leute ein schmales Angebot an öffentlichen Festen und Feiern haben. Auch deshalb wolle sich die Rohrmeisterei nicht aus dem Party-Programm zurückziehen, sondern künftig eigene Akzente setzen.
Veranstalter Chris Stemann gab gestern bekannt, dass er sich nach sechs Jahren aus Schwerte zurückziehe. Zu zwei Partys wolle er noch bis Silvester einladen, doch dann sei endgültig Schluss.
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Andere schaffen es auch eine friedliche Party stattfinden zu lassen. Und das mit weitaus mehreren Gästen sogar! Traurig für die Rohrmeisterei!
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Sicherlich hat leider leider die Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft zugenommen. Doch jetzt die ganzen Partys abzusagen wäre ein falscher Schritt in die Zukunft! Auch auf unsere Stadt hin betrachtet ein Rückschritt. Grade durch die Absagen der Partys fühlen sich die Schläger bestätigt und machen somit weiter. Wir müssen zeigen dass es für die keinen Sinn hat und grade jetzt weiter machen! Der Vorstand der Rohrmeisterei traf die Entscheidung ohne sich auf diesem gesamten Gebiet Events-, -managment auszukennen und verärgert, klar somit Leute wie Veranstalter Stemann. Meiner Meinung sollte man das Thema nicht ignorieren, sondern mit Leuten an einem Strang ziehen!
Das Vapiano Dortmund schliesst auch nicht seine Pforten nachdem Roman Weidenfeller (BVB) und sein Freund angegriffen wurden!
Eine Disco in Deuschtland macht auch nicht gleich zu wenn es mal zu einem Disput kommt.
Definitiv ein falsche Entscheidung seitens Rohrmeisterei!