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Netzentgelte könnten wegfallen

Neue Pläne zum neuen Umspannwerk in Schwerte

28.01.2015 | 18:39 Uhr
Eine Bürgerinitiative ist mit dem alten Umspannwerk nicht zufrieden. Nun besteht Hoffnung, dass die Netzentgelte wegfallen könnten. Der Plan für ein neues Umspannwerk steht bereits.
Eine Bürgerinitiative ist mit dem alten Umspannwerk nicht zufrieden. Nun besteht Hoffnung, dass die Netzentgelte wegfallen könnten. Der Plan für ein neues Umspannwerk steht bereits.Foto: Manuela Schwerte

Schwerte.  Die Bürgerinitiative "Menschen unter Strom" und der Stromnetzbetreiber Amprion haben sich geeinigt und am Mittwoch einen Mediationsvertrag unterschrieben. Darin ist festgelegt, wie ein neues Umspannwerk in Garenfeld aussehen soll. Die Einigung hat auch ihre Auswirkungen auf Schwerter Stromkunden. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Die Schwerter Stromkunden dürfen darauf hoffen, dass die erhöhten Netzentgelte in zwei Jahren wegfallen. Durch die Einigung könnte das neue Umspannwerk in zwei Jahren in Betrieb gehen. Sollten bis dahin auch die entsprechenden Überlandleitungen gebaut worden sein, könnte Energie mehrere Kraftwerke vom Netz nehmen.

Altes Umspannwerk: zu wenig Strom

Die brauchte man bislang, weil der Märkische Kreis, Schwerte und Hagen nur über die Schnittstelle Garenfeld an das Stromnetz von Amprion angeschlossen sind. Das alte Umspannwerk konnte aber nicht genügend Strom für Spitzenlastzeiten bereitstellen, sodass bei hohem Stromverbrauch die Kraftwerke in Betrieb genommen werden mussten. Die Kosten für den Betrieb und Erhalt der konventionellen Kraftwerke, die seit der Energiewende nicht mehr rentabel zu betreiben waren, zahlen derzeit die Stromkunden auch in Schwerte mit ihrem Netzentgelt.

Deshalb ist es den Mitgliedern der Bürgerinitiative auch wichtig, dass ihr Kampf gegen das Umspannwerk den Zeitplan nicht berührt hat. "Das Mediationsverfahren hat den Anschluss an das Höchstspannungsnetz bisher um keinen Tag verzögert", betont Sprecher Markus Kecker. Die nötige 380-KV-Trasse gehe erstin diesen Tagen in das Planfeststellungsverfahren.

Pläne zum neuen Werk

So sieht der Plan aus: Das neue Umspannwerk entsteht nur wenige Meter vom bisherigen Werk entfernt. Doch mit einer Höhe von 14 statt 21 Metern, Schallschutzwänden und hinter einem Wäldchen versteckt, falle es deutlich weniger belastend für die Nachbarn aus, als die ursprünglichen Pläne es noch vorsahen.

Außerdem kann so die bisherige Stromtrasse genutzt werden. Der nächste Nachbar wohnt 407 Meter vom Werksgelände entfernt, so BI-Sprecher Kecker. Rund 19 Mal hatten sich die Nachbarn und Vertreter von Amprion getroffen. Anfangs von Mediatoren begleitet, später auch ohne fremde Hilfe.

Heiko Mühlbauer

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2015-01-28 18:39
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