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SPD-Ortsverein legt...

Neue Perspektive für Einzelhandel in Ergste

17.12.2008 | 18:31 Uhr

Ergste. Das abschreckende Beispiel ist in Westhofen zu besichtigen. Dort ist der Edeka-Markt Geschichte, ein Stück der wohnortnahen Infrastruktur zusammengebrochen. Damit es Ergste nicht ähnlich ergeht, hat der SPD-Ortsverein ein Konzept entwickelt, das den Standort im Stadtteil sichern soll.

Schöner, größer, frischer - so soll sich der verlagerte Edeka-Markt von Jörg Patzer nach dem Sprung über den Mühlendamm präsentieren, erklärte am Mittwoch Ortsvereinsvorsitzende Ursula Meise. Für den Einzelhändler nicht ganz unwichtig, um nicht zu sagen überlebensnotwendig: „Die 800 Quadratmeter an Verkaufsfläche, über die ich im Moment verfüge, sind nicht mehr zeitgemäß”, stellte Jörg Patzer fest. Die Frage sei, wie lange die Kundschaft das noch annehme und ob Edeka überhaupt gewillt sei, den Ende 2010 auslaufenden Vertrag für ein derart in die Jahre gekommenes Geschäft zu verlängern.

Vier Eckpunkte hatten sich die Ergster Sozialdemokraten vorgegeben, die es bei der Erarbeitung eines Konzepts zum Erhalt des Lebensmittel-einzelhandels zu berücksichtigen galt: Eine Auslagerung und damit eine Zersiedelung des Ortskerns musste verhindert werden, der Lebensmittelmarkt muss zu Fuß wie mit dem Auto gleichermaßen zu erreichen sein, am neuen Standort muss der Verbleib auf Dauer gesichert sein und eine Art Dorfplatz sollte vom Projektentwickler eingeplant (und bezahlt) werden.

Ein nach Auskunft der Ergster SPD-Spitze mit dem Investor Edeka, den Projektentwicklern Brunswicker und Röllinghoff, Jörg Patzer und der Bauverwaltung abgestimmtes Konzept liegt nun vor und soll voraussichtlich im Januar/Februar im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt werden.

Es soll, versprach Wilherlm Brunswicker, „keine viereckige Betonkiste werden, sondern sich ins Umfeld einpassen”. Ursula Meise sagte zu, sich für eine ansprechende Begrünung des Areals stark zu machen. Schwertes SPD-Chef Dirk Kienitz rückte derweil einen weiteren Aspekt in den Vordergrund: „Im Wesentlichen handelt es sich bei dem geplanten Bauland um städtische Flächen. Da kommt auch finanziell was rein.”

Jetzt ist die Kommunalpolitik gefragt: Ziehen alle an einem Strang, könnte sich derProjektentwickler Baubeginn und eventuell Fertigstellung schon 2009 vorstellen.

Manfred Kowitzke

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Kommentare
18.12.2008
10:26
Neue Perspektive für Einzelhandel in Ergste
von andreas1968 | #1

Na, das kann doch nichts werden!
Schon allein weil die SPD sich für das Projekt stark macht und die Interessen der Ergster Bürger, Edeka und Hr. Patzer vertritt. Da muss doch die CDU ihr Veto einlegen, egal was die Ergster sich wünschen.
Da freut es doch die CDU allen Interessenten Steine in den Weg zu legen und sich politisch mit dem Widersacher zu streiten, ohne Rücksicht.
Leider wird meines erachtens in der Politik zuviel geredet und zu wenig gehandelt.

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