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Neue Ideen für die Stadtplanung

23.10.2011 | 18:33 Uhr
Neue Ideen für die Stadtplanung
Studierende aus ganz Deutschland machten sich Gedanken um das Aussehen der Ruhrstadt. Foto: Manuela Schwerte

Schwerte. Mit einer Seilbahn über die Ruhr zur Rohrmeisterei? Den Standort Rohrmeisterei für Radfahrer attraktiver machen? So könnte aus der ehemaligen Pumpstation eine Radmasterei werden.

Das sind zwei Ideen aus 13 Entwürfen, die Studierende der Fachrichtungen Städtebau, Architektur und Landschaftsarchitektur in einem Ideenwettbewerb entwickelt haben.

Fachleute vor Ort

Die stadt- und landschaftsplanerische Entwicklung zwischen Schwerter Innenstadt, der Altstadt, der Rohrmeisterei mit angrenzendem Landschaftspark und Ruhr war die Aufgabenstellung. Die Schlüsselakteure bei diesem Wettbewerb waren Adrian Mork, Leiter des Ressorts Demografie und Stadtplanung in Schwerte, Joachim Boll von startklar Dortmund und der Vorsitzenden der Rohrmeisterei-Stiftung, Tobias Bäcker. Letzterer hatte sich an den bundesweit renommierten Städtebauplaner Prof. Klaus Selle gewandt und dessen Interesse, „im Rahmen studentischer Arbeiten vor Ort die Fragestellung Stadt-Fluss zu behandeln“, geweckt.

Ein Semester lang, mit anschließendem gemeinsamen Workshop in der Rohrmeisterei, haben 60 Studierende der Hochschulen Aachen, Detmold, Dortmund, Dresden und Höxter unermüdlich gearbeitet und Ideen für die Wirklichkeit, das sogenannte planning for real, entwickelt. Aus den hervorgegangenen Projekten und Entwürfen wurde eine Vorauswahl getroffen, aus der insgesamt 13 Arbeiten hervorgingen. Die Jury, bestehend aus Hochschullehrerinnen und -lehrern, Vertretern des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes NRW, der Stadt Schwerte und der Bürgerstiftung Rohrmeisterei, hat sich auf vier Wettbewerbsbeiträge als Sonderpreise und zwei erste Preisträger verständigt. Ob, wie und wann die Überlegungen der Studierenden, die auch ein geplantes Gästehaus sowie die Einrichtung einer Bio-Brauerei berücksichtigen, umgesetzt werden, zeigt sich erst in langer Zeit. „Vor diesem Hintergrund bin ich mir sicher, dass aus den hier vorgelegten Planungen und Visionen eines Tages die eine oder andere Idee realisiert werden kann“, so Bürgermeister Böckelühr.

„Das war für uns alle eine sehr spannende und ertragreiche Sache“, so Prof. Klaus Selle, Schwerter Bürger und Professor an der RWTH Aachen, von dem die fachliche Initiative ausging, in seiner Ansprache. „In den ausgestellten Stücken sind eine Fülle Anregungen und Ideen enthalten“, ergänzte der Leiter der Jury Prof. Kunibert Wachten von der RWTH Aachen.

Bis zum nächsten Frühjahr sollen weitere Anregungen und Diskussionsergebnisse gesammelt werden. „Briefkasten ist die Rohrmeisterei“, so Tobias Bäcker. Fachleute würden dann alles zu einem integrierten Handlungskonzept (IHK) bündeln, das als Arbeitsgrundlage für die anschließende Umsetzung der Handlungsinitiative über den gesamten Förderungszeitraum dient.

„Ich bin zuversichtlich, für die Entwicklung des integrierten Handlungskonzeptes renommierte Fachleute gewinnen zu können.“ Mit Selle und Wachten waren schon zwei renommierte Stadtplaner an Bäckers Seite. Übrigens hat das alles die Stadt nichts gekostet. Preisgelder, Unterbringung und Catering kamen von der Rohrmeisterei. Die Fachleute haben im Rahmen ihrer Arbeitsverhältnisse und auch ehrenamtlich an diesem Projekt teilgenommen.

Christel R. Radix



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