Natur erleben mit allen Sinnen
16.05.2010 | 16:45 Uhr 2010-05-16T16:45:00+0200
Als beispielgebendes Kooperationsprojekt zwischen Stadt, heimischen Unternehmen und Privatleuten wurde gestern der neue Naturlehrpfad am Freischütz seiner Bestimmung übergeben.
Seit gestern ist Schwerte um eine Attraktion reicher: Der Naturerlebnispfad am Freischütz wurde offiziell eröffnet.
Natur erleben mit allen Sinnen ist das Motto. Die kostenfreie und ansprechende Einrichtung bietet Attraktionen, die Kinder wie Erwachsene gleichsam begeistern werden. Der Inhalt und die Themen des Pfades sind die Pflanzen und Tiere des Schwerter Waldes, seine historische Entwicklung und Bedeutung sowie die Funktionen des Waldes als Ökosystem.
Der Naturerlebnispfad beginnt an der Hinterseite des Freischütz, ist 1,6 Kilometer lang und wird von 16 Stationen gesäumt, die spannende Themen rund um das Ökosystem Wald auf spielerische Art den Besucherinnen und Besuchern näher bringen. Eine markant gestaltete Eingangstafel vermittelt einen Überblick über das gesamte Angebot des Erlebnispfades.
An vielen interaktiven Stationen bekommen die Besucher erst durch Ziehen, Drehen, Drücken oder Schieben Antworten auf spannende Fragen. Einer der vielen Erlebnishöhepunkte ist sicherlich die Sinnesstation 6 mit dem Namen „Hör mal”: ein Lauschtrichter, an dem man sich auf die Geräusche des Waldes konzentrieren kann und feststellen wird, dass es gar nicht so ruhig im Wald ist.
Emelie Prüser, von der die Idee und Initialzündung des Erlebnispfades ausging, hat es das XXL-Spinnennetz besonders angetan: „Wer hier hineinklettert, weiß wie sich eine Fliege in den Fängen einer Spinne fühlen muss”.
Das Freizeitangebot ist für Ausflügler, Wanderer, Schulklassen, Kindergärten und Familien gedacht und hat noch eine Besonderheit zu bieten: Der Weg ist barrierefrei und hat kaum Steigungen.
Bürgermeister Heinrich Böckelühr und Landrat Michael Makiolla eröffneten gestern das neue Freizeitangebot. Viele Ehrengäste und Naturinteressierten machten sich dann auf den ersten Rundgang. Als ein besonderes Beispiel für das Zusammenwirken von Kommunen, Bürgern und Unternehmen stellte Dr. Martin Michalzik, Vorstandsmitglied der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, den Naturerlebnispfad heraus und betonte, das „die Bewahrung der Schöpfung und Natur gerade bei uns im Ruhrgebiet eine besondere Herausforderung ist.”
0mitdiskutieren