Mehr Photovoltaik
Mit der Sonne Energie tanken
09.12.2009 | 18:47 Uhr 2009-12-09T18:47:00+0100Schwerte. Zapf die Sonne an: Dieser Slogan findet bei immer mehr Hauseigentümern Anklang, weil sie auf diese Weise durchaus einen geldwerten Vorteil erzielen können. „Die Zahl der Photovoltaikanlagen stieg in diesem Jahr von 191 auf 260”, berichtet Holger Gies.
Der Assistent der Geschäftsführung bei den Stadtwerken kennt die Zahlen im Detail. Denn die Sonnenenergie von den Dächern der Ruhrstadt wird direkt ins Stromnetz der Stadtwerke eingepeist. Für jede Kilowattstunde bekommt der Hausbesitzer derzeit 43 Cent, im nächsten Jahr sind es allerdings nur noch 39 Cent.
Dass sich mit einem Zuwachs der Anlagen auch die produzierte Strommenge erhöht, versteht sich von selbst. Mit einem Volumen von 650 000 bis 750 000 Kilowattstunden für das Jahr 2009 falle die Bilanz da wirklich sehr gut aus, betont Gies. Für endgültige Zahlen sei es aber noch zu früh, schließlich dauere es bis Silvester noch gut drei Wochen.
Im vergangenen Jahr wurde mit Solarenergie 0,4 Prozent des Stromverbrauchs von Kunden der Schwerter Stadtwerke erzeugt. Eine der größten Photovoltaikanlagen hat ihren Platz auf dem Dach der Firma Diagramm Halbach mit einer Leistung von 102 kW/p.
Dass sich Photovoltaik großer Nachfrage erfreut, hebt auch Jörg Tappeser hervor. Er betreibt nicht nur ein Unternehmen, das sich auf Solartechnik spezialisiert hat, sondern gehört auch mit Matthias Becker und Uwe Polinski zu den federführenden Kräften des Schwerter Solarstammtisches. In der Vergangenheit „haben wir immer wieder Bürger beraten, die wissen wollten, ob sich eine solche Anlage für sie rechnet”, berichtet Tappeser.
Zu den entscheidenden Fragen gehört zu klären, wie es um die Dachneigung bestellt ist, wie viel Schatten auf das Dach fällt und welche Fläche überhaupt zur Verfügung steht. Nach Worten von Tappeser rechnet sich eine Anlage erst, wenn man mindestens zwölf Module installieren kann, die eine Leistung von zwei bis drei kW/p erzeugen. Oder anders gesagt: Rund 10 000 Euro an Investitionskosten müsse ein Hauseigentümer schon einkalkulieren, so Tappeser. Wie lange es dauert, bis sich die Ausgaben amortisieren, hängt maßgeblich vom Finanzierungsmodell ab (Infobox).
Während sich bei Photovoltaik eine Kosten-Nutzung-Rechnung sehr schnell aufstellen lässt, wird es bei Solarthermie schon schwieriger. Nach Worten von Energieberatern sind die Beschaffenheit der Wohnung, der Heizungstyp und die Anordnung der Räume zu berücksichtigen, bevor man in konkrete Planungen einsteigt.
Energiekosten mit Solarthermie senken
Gleichwohl haben die Stadtwerke Schwerte in ihrem neuen Umweltbuch folgende Kalkulation vorgelegt: Darin hei´ßt es, dass zur Warmwassererwärmung für einen Vierpersonenhaushalt etwa fünf Meter Flachkollektoren mit einem 300-Liter-Speicher erforderlich seien. Mit dieser Anlagengröße lassen sich dann nach Angaben des Versorgers etwa 50 bis 65 Prozent der jährlichen Energiekosten für die Warmwasserbereitung einsparen. Die Investitionskosten liegen laut Stadtwerke zwischen 3 500 und 6 000 Euro. Die Kosten für die Montage sind dabei berücksichtigt.
Soll zusätzlich die Raumheizung durch eine Solarthermieanlage unterstützt werden, müsse für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ca. 10 bis 18 Meter Kollektorfläche eingeplant werden. Dadurch lassen sich, so die Stadtwerke, bis zu 25 Prozent der Heizungsenergie einsparen. Die Preise für kombinierte Solarthermieanlagen liegen zwischen 9 000 bis 12 000 Euro, Einbau mitgerechnet.
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In der Vergangenheit „haben wir immer wieder Bürger beraten, die wissen wollten, ob sich eine solche Anlage für sie rechnet”, berichtet Tappeser.
Dann gehören wir zu den Bürgern, für die es sich nicht lohnt.
Verwunderlich ist nur, dass dies bereits feststeht, bevor sich die Firma Tappeser überhaupt mit uns in Verbindung gesetzt hat.
Weder auf eine Mail noch auf einen Anruf (es lief nur der AB, da der Teilnehmer nicht erreichbar war), erfolgte eine Reaktion. Es sind zwischenzeitlich 6 Wochen vergangen.
Wird hier nur ein Forum geboten für Firmen???