Metaller bereit für den Arbeitskampf
08.10.2008 | 18:47 Uhr 2008-10-08T18:47:13+0200Schwerte/Hagen. Die heimische IG Metall ist für einen Arbeitskampf gewappnet.
Die Gewerkschaft hat bundesweit die Forderung nach einer achtprozentigen Lohnsteigerung erhoben. Für Nordrhein-Westfalen beginnen die Verhandlungen am 14. Oktober. Hubert Rosenthal, Chef der Hagener Verwaltungsstelle, unterstrich im Gespräch mit der WR, dass die Forderung angesichts der guten Konjunktur in der Metallbranche und den Ergebnissen, die die Firmen erzielt haben, mehr als berechtigt sei.
Horst-Werner Maier-Hunke, Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes, zu dem auch die Schwerter Metallfirmen gehören, bezeichnete die Forderung des IG Metall-Vorstandes nach einer Entgelterhöhung von acht Prozent als "rückwärtsgwandt und leichtfertig". Sie schüre bei den Beschäftigten völlig überhöhte Erwartungen und streue ihnen Sand in die Augen. Denn in der anstehenden Tarifrunde werde nicht über die Vergangenheit, sondern über die Zukunft, sprich das Jahr 2009, verhandelt. Maier-Hunke, der auch Präsident und Verhandlungsführer der Arbeitgeber in NRW ist, forderte die IG Metall auf, in den kommenden Verhandlungen zusammen mit den Unternehmern eine realistische Lösung zu finden, die beiden Seiten gerecht werde.
Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober. Sollte bis dahin kein Ergebnis erzielt worden sein, werden nach Worten von Rosenthal Warnstreiks unausweichlich sein. Dabei werde aller Voraussicht nach Schwerte eine besondere Rolle zufallen. Die größten Arbeitgeber am Ort wie Hoesch, Hundhausen, Stahlwerk Ergste oder auch Deutsche Nickel seien nun mal metallverarbeitende Firmen. Da biete es sich an, in der Ruhrstadt für die Interessen der Beschäftigten klare Signale zu setzen.
Bei der zurückliegenden Tarifrunde hatten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf eine 4,1-prozentige Anhebung der Löhne geeinigt. Zudem enthielt die Vereinbarung einen zusätzlichen Aufschlag von 1,7 Prozent für die letzten fünf Monate der Geltungsdauer des Tarifvertrages, die mit Ablauf des Oktobers endet. Zudem waren zwei Einmalzahlungen in dem Kompromiss enthalten. Rosenthal unterstrich, dass ein neuer Tarifabschluss nicht schlechter ausfallen dürfe als die vorangegene Vereinbarung.
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