Tarifverhandlungen:
"Lohnsteigerung trotz Krise unvermeidbar"
20.12.2009 | 10:00 Uhr 2009-12-20T10:00:00+0100Schwerte. Eine erhebliche finanzielle Belastung komme auf die Stadtkasse zu, wenn sich die Gewerkschaft Verdi in der neuen Tarifrunde mit ihrer Forderung nach einer fünfprozentigen Lohnerhöhung durchsetze, sagt Jutta Pentling, Chefin der zentralen Dienste bei der Stadt.
Genaue Zahlen habe man aber noch nicht berechnet, da die Gewerkschaft gerade erst mit der Ankündigung rausgekommen sei.
Bei der Mitgliederversammlung von Verdi-Mitgliedern aus Schwerte sei durchaus kontrovers diskutiert worden, wie hoch die Forderung ausfallen solle, berichtet Vertrauensleutesprecherin Marina Reysz. Es habe durchaus Bedenken gegeben, die Messlatte allzu hoch zu legen, weil dem Großteil der Kommunen finanziell das Wasser bis zum Halse stehe. Andererseits äußerten sich aber auch, so Reysz, Beschäftigte, die sich für eine angemessene Erhöhung aussprachen. Sie selbst stehe auf dem Standpunkt, dass gerade in Zeiten der Krise eine Lohnsteigerung unverzichtbar sei, um die Wirtschaft zu beleben. Resyz sprach sich aber dagegen aus, die Arbeitszeit zu senken. Das würde nur zu einer weiteren Arbeitsverdichtung führen. Ebenso lehne sie eine Erhöhung der Arbeitszeit, wie es die Arbeitgeber bereits angedeutet hätten, ab.
Nach Ansicht von Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Steinmetz (Foto) wird in der Öffentlichkeit die neue Lohn- und Gehaltsforderung nicht richtig wiedergegeben. Auf die Summe von fünf Prozent komme man nur, wenn alle Details addiert würden wie beispielsweise eine Folgeregelung für die Altersteilzeit oder die Übernahme von Auszubildenden für 24 Monate. Die eigentliche Forderung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst betrage zwischen 2,5 und drei Prozent.
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