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Leere in früheren Schlecker-Filialen

27.12.2012 | 17:52 Uhr
Leere in früheren Schlecker-Filialen
Die einstige Schlecker-Filiale Westhofen steht immer noch leer.Foto: Ralph Bodemer

Westhofen . Der blauweiße Namenszug ist auch heute noch zu lesen, markiert aber nur noch eine Art leere Hülle. Vor einem halben Jahr schloss die Schlecker-Filiale an der Reichshofstraße für immer. Die Insolvenz der Drogeriekette hatte ihre Folgen bis in alle örtlichen Verästelungen hinein.

Nachdem das Unternehmen das verbliebene Inventar, von Regalen bis hin zu Körperpflegeartikeln, die keinen Abnehmer mehr finden wollten, ausgeräumt hatte, war von dem Markt nichts mehr übrig geblieben. Der Eigentümer des Gebäudes aus dem süddeutschen Raum begann schon früh, als sich abzeichnete, dass die Filiale keinen Fortbestand haben würde, einen neuen Mieter zu finden.

Absage von Drogerieketten

Dabei spielte ihm von Beginn an die Lage des Standorts in die Hände: Mitten im Ortskern, in unmittelbarer Nachbarschaft von Apotheke und Restaurant, hat das Ladenlokal sicherlich eine gewisse Attraktivität, wenn es da nicht ein ganz entscheidendes Detail gebe. Und das ist die Größe des Ladens. Rund 220 Quadratmeter misst das Lokal. Doch, so hat der Besitzer erfahren, damit werden die Wünsche von Drogerieketten nicht erfüllt. Sie suchen um die 400 Quadratmeter, um ihr Sortiment anbieten und Räumlichkeiten für das Personal vorhalten zu können.

Man erinnert sich: Zu den Nachteilen von Schlecker soll es im hart umkämpften Markt gehört haben, dass die meisten Filialen auf kleinster Fläche untergebracht waren. Das soll zwei Nachteile mit sich gebracht haben. Einerseits blieb zu wenig Raum, um eine Warenvielfalt zu präsentieren, mit der die Mitbewerber längst am Markt agierten. Andererseits blieb häufig auch zu wenig Platz, um die Sortimente entsprechend zu positionieren.

Mehrere Drogerieketten haben dem Besitzer des Westhofener Gebäudes nach WR-Informationen eine Absage erteilt. Doch die Suche gehe weiter, hieß es auf Anfrage. Interessenten seien durchaus vorhanden und mit denen werde auch gesprochen. Konkreter lasse sich momentan der Stand nicht beschreiben.

Nur für die Hälfte neue Jobs

Ein ähnliches Los hat auch der Eigentümer des ehemaligen Schlecker-Standortes an der Ostenstraße im Schwerter Stadtzentrum erfahren. Der eingesetzte Makler bemüht sich seit Monaten um eine Nachfolgeregelung, doch bislang ist der Erfolg der Anstrengungen ausgeblieben.

Während die Immobilienbesitzer von einstigen Schlecker-Filialen sich schwer tun, neue Mieter unter Vertrag zu bekommen, haben auch die damaligen Mitarbeiterinnen, die Schlecker-Frauen, ihre Mühen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit in Hamm gelang es bislang rund der Hälfte der Beschäftigten wieder eine Stelle zu finden, die andere Hälfte habe bislang keinen neuen Arbeitsplatz bekommen können.

Theo Körner



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