Kritik an den Kosten
25.09.2009 | 18:33 Uhr 2009-09-25T18:33:00+0200Schwerte. Die Kosten, die die Rohrmeisterei dem Kultur- und Weiterbildungsbetrieb in Rechung stellt, riefen in der Sitzung des KuWeBe-Verwaltungsrats den kulturpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Peter Klimmek, auf den Plan.
Er hakte nach, ob es nicht günstigere Konditionen geben könne, wenn das Kulturbüro als Veranstalter auftrete, wie im Falle der Kleinkunstwochen. Klimmek und alle anderen Vertreter im Verwaltungsrat hatten eine Vorlage mit allen Kosten für die nächste Staffel, die am 17. Oktober startet, erhalten. Darin sind drei Posten enthalten, die zu einem deutlichen Teil von der Rohrmeisterei berechnet werden, und die zusammengerechnet 18 200 Euro ergeben. Für zwei Staffeln müsse das Kulturbüro sicherlich zwischen 25 000 und 30 000 Euro hinblättern, wurde überschlägig gerechnet.
Die Zahlen entfachten eine Diskussion, in der von „Monopolstellung” der Rohrmeisterei die Rede war. Die Mieten seien zu hoch, hieß es anderer Stelle. Ohnehin sei es „unglücklich”, dass das KuWeBe im Kuratorium der Bürgerstiftung nicht vertreten sei und somit keinen Einblick in die Geschäfte habe. Dadurch könne man auch nicht wirklich beurteilen, ob die Preise gerechtfertig sind. Beigeordneter Winkler warnte davor, ein „Schwarzes-Peter-Spiel” zu betreiben. Die Rohrmeisterei müsse nun auch selbst schwarze Zahlen schreiben, sonst könne sie nicht bestehen. Das gelte sowohl für das Veranstaltungszentrum als auch für die Gastronomie und die damit verbundenen Arbeitsplätze.
Winkler und KuWeBe-Vorstand Klaus Kilian schlugen vor, den Stiftungsvorstand der Rohrmeisterei, Tobias Bäcker, zu einer der nächsten Sitzungen des Verwaltungsrates einzuladen. Damit solle ihm die Möglichkeit gegeben werden, Kostenstrukturen zu erklären.
Gegenüber der WR verdeutlichte Bäcker, dass sich an der Regel, wonach gemeinnützige und kulturschaffende Vereine aus Schwerte die Halle als solche kostenfrei mieten können, nichts geändert habe. Ausgaben für Energie würden ebensowenig dem Mieter berrechnet. Nehme aber ein Verein zusätzliche Leistungen in Anspruch, beispielsweise zum Bühnenaufbau, für die Beleuchtung oder zur Beschallung des Raumes, dann müsse dieser Service natürlich gezahlt werden. Dafür seien Leute im Einsatz, die Lohn von der Rohrmeisterei bekämen. Das gleiche gelte auch für den gesamten Bereich des Caterings. Bäcker verdeutlichte, dass es jedem Mieter, auch dem Kulturbüro, frei gestellt sei, eigene Firmen mit den Aufgaben zu betrauen. Mietfreiheit gelte übrigens nicht für 80er Jahre-Partys, Trödelmärkte, Privat- und Firmenfeiern etc., erläuterte Bäcker. Die angesprochenen Summen zwischen 25 000 und 30 000 Euro seien viel zu hoch gegriffen, betont er. Die genauen Zahlen werde er dem Verwaltungsrat vorlegen können.
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