Klusenweg bleibt Aufreger
02.02.2012 | 18:03 Uhr 2012-02-02T18:03:00+0100
Schwerte.Der Verkehrsversuch im Klusenweg kommt nicht zur Ruhe. Immer mehr Menschen melden sich zu Wort, immer mehr Unterschriften für die Einstellung der Einbahnstraßenregelung sammeln sich. Mittlerweile sind es schon über 1000.
Alleine Desiree Henke hat bislang 908 Unterschriften auf ihren Listen. Rund 500 davon „kommen aus dem Quartier“, sagt sie – und hat eine Hitliste aufgestellt. Danach sind aus dem Westhellweg die meisten Unterschriften eingegangen. Es folgen die Nebenstraßen des Westhellwegs, Kopernikusstraße, Sonnenstraße und Talweg. „14 Unterschriften kommen aus dem Klusenweg“, so Desiree Henke.
Dort wehrt sich Gerd Hegenberg vehement gegen den Eindruck, die Menschen im Klusenweg seien durch den Versuch privilegiert worden. Der ehemalige Schichtmeister des Schichtes 24 beschreibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die Schicht 24 in Zusammenarbeit mit vorher aktiv gewordenen Nachbarn aus Klusenweg, Talweg und Sonnenstraße als Forderungen an das Verkehrskonzept Nord gestellt hat. Dabei stand nicht immer der Klusenweg im Mittelpunkt verkehrsberuhigender Vorschläge. Deshalb auch weist Gerd Hegenberg vermeintlichen Eigennutz bei der Umwandlung des Klusenwegs in eine unechte Einbahnstraße deutlich zurück.
Verkehrszählung ist überflüssig
Einer, der Unterschriften gegen den laufenden Verkehrsversuch sammelt, ist der Apotheker Jürgen Doll, der in der Kopernikusstraße wohnt. Dutzende von Bürgern hätten in persönlichen Gesprächen ihrem Unmut Luft gemacht. Um vordergründig Schleichwegfahrer abzuwehren, „werden die betroffenen Anwohner zu absurden Umwegen gezwungen“, sagt Jürgen Doll. Und fügt hinzu: „Ich möchte die Verantwortlichen eindringlich davor warnen zu glauben, dass sich die betroffenen Anlieger mit der Zeit an diesen unerträglichen Zustand gewöhnen werden“. Ganz im Gegenteil, so Doll, die Wut würde sich täglich steigern.
Hunderte von Menschen habe die Politik so schon gegen sich aufgebracht. Jürgen Doll kann sich aber auch vorstellen, „dass die Sperrung auch ohne überflüssige und kostspielige Verkehrszählung zurückgenommen werden kann.
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