Ist der Asbest weg, kommt der Künstler
16.02.2010 | 15:34 Uhr 2010-02-16T15:34:00+0100Schwerte. Als Baustelle zieht sie schon alle Blicke auf sich, und wenn die Arbeiten erledigt sind, erst recht: die Giebelwand des Hauses Nummer 23 in der Hüsingstraße. Ist die alte Verkleidung durch eine neue ersetzt, steht Mitte März der Schwerter Graffiti-Künstler Dirk Kreckel auf dem Gerüst.
Zurzeit tragen die Mitarbeiter der Firma Korte Stück für Stück die alte Verkleidung ab, damit diese nicht komplett von allein herunterfällt. Denn das tat sie schon teilweise in stürmischen Zeiten, erzählt Eric Linneweber, Chef der Hohenlimburger Fassadenbaufirma Drögekamp. Er hat den Auftrag des Hauseigentümers bekommen, die Wand wieder herzurichten. „Die Platten hatten sich gelöst und waren in die Fußgängerzone gefallen”, so Linneweber. Weil diese Platten noch aus Asbest und Zement bestehen, vergab Linneweber die Abrissarbeiten an die Firma Korte aus Westerkappeln, die auf den Umgang und die Entsorgung von Asbest spezialisiert ist. Bevor neue Platten an die Giebelwand kommen – „Ohne Asbest. Das ist seit zehn Jahren verboten”, so Linneweber –, erhält die Außenmauer eine Wärmedämmung. Auf die Plattenverkleidung bringt Dirk Kreckel dann sein Kunstwerk auf.
Reklame-Tradition
„Es wird eine Hauswand sein, die eingerüstet ist, und an den Gerüsten hängen Firmenlogos”, erzählt Linneweber übers Motiv, das dort Ende März zu sehen sein wird. „Das Graffito wird so gemacht, dass es als solches gar nicht zu erkennen ist.” Mit den Werbelogos besteht die Tradition an der Wand fort. Bislang warb eine Reklame für Iserlohner Pils.
Eine Woche steht Kreckel auf dem Hängegerüst und verwandelt die 200 Quadratmeter in ein Kunstwerk am Bau. Auch das Hängegerüst ist ein Kunstwerk für sich. Aber diese Konstruktion war notwendig, so Linneweber, weil man sonst auf dem Nachbardach hätte Stand finden müssen. Und ob das ohne Schaden fürs Dach abgegangen wäre, vermag er nicht zu sagen. sus
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