In Sachen Schulbus soll's der Landrat richten
26.03.2010 | 18:48 Uhr 2010-03-26T18:48:00+0100Schwerte. Nun soll Landrat Michael Makiolla Gutes für die Kinder der Offenen Ganztagsbetreuung an der Albert-Schweitzer-Schule tun.
Der Schwerter Kreistagsabgeordnete Bernd Engelhardt bittet ihn mit der VKU zu reden, auch im kommenden Schuljahr „kostenneural” einen eigenen Bus nachmittags vor die Schule zu schicken, mit dem die Geisecker Kinder sicher nach Hause kommen können. Denn anders als von der Stadt im Februar mitgeteilt werden die Betreuerinnen der OGS die Jungen und Mädchen nicht zur öffentlichen Haltestelle an der Schützenstraße bringen.
„Wir machen es nicht”, sagt Ulrike Ludwig, die Leiterin der OGS an der Albert-Schweitzer-Schule. „Wir müssen ja dann mit mindestens zwei Erwachsenen gehen. Und das ist bei der sowieso schon dünnen Personaldecke eine weitere Belastung.” Sie selbst habe von der Zusage, die laut Stadtsprecher Carsten Morgenthal von der Schule gegeben worden sei, nichts gewusst.
Ein Jahr lang hatte die Stadt dafür gesorgt, dass ein Bus um 15.15 Uhr vor der Schule an der Wittekindstraße stand, um die vielen Kinder nach Geisecke zu bringen. Das sei eine einmalige Aktion gewesen, so sagte Morgenthal im Februar der WR. Nach den Sommerferien dann sollen die OGS-Schüler und -Schülerinnen zur Haltestelle vor dem evangelischen Krankenhaus laufen. Die OGS-Leiterin Ulrike Ludwig möchte dieses Thema nicht mehr öffentlich diskutiert wissen. Für sie ist die Sache klar: „Für den Rückweg von der Schule sind die Eltern zuständig.” Doch weil dieser Rückweg nun über die Schützenstraße führt, hat sie beim Elternabend vor einigen Tagen angekündigt, eine AG „Sicherer Schulweg” anzubieten, in der die Jungen und Mädchen lernen, wie man sich an viel befahrenen Straßen verhält, wie man mit den öffentlichen Bussen fährt, wie man gefahrlos ein- und aussteigt.
Dem Kreistagsabgeordneten Engelhardt, der, wie er sagt, von einigen Eltern angesprochen worden sei, reicht das nicht. „Nach meiner Einschätzung ist es für die kleinen Kinder zwischen fünf und zehn Jahren nicht zumutbar, den relativ weiten Weg von der Albert-Schweitzer-Grundschule zur Schützenstraße alleine zurückzulegen und dabei diese viel befahrene Straße zu überqueren.”
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