Hinreißende Liebes-Melodien
29.05.2011 | 17:20 Uhr 2011-05-29T17:20:00+0200
Schwerte. Absolut überzeugende Leistungen gab es Freitagabend beim beliebten Opern- und Operettenabend der Schwerter Konzertgesellschaft in der gut besuchten Rohrmeisterei.
Unter der bewährten Leitung von Franz Leo Matzerath wirkten neben den Chören der Schwerter Konzertgesellschaft und dem Oratorienchor der Stadt Kamen die Solisten Petra Hasse (Sopran), Andreas Post (Tenor) und Zelotes Edmund Toliver (Bariton und Bass) sowie die Neue Philharmonie Westfalen mit. Roland Vesper führte wie gewohnt sicher und anschaulich durch das überaus gelungene Programm.
Einfühlsame Arie
des Tamino
Der erste Konzertteil war W. A. Mozarts „Zauberflöte“ gewidmet. Nach der kraftvoll strahlenden Ouvertüre gelang Zelotes Edmund Toliver mit überraschend baritonalen Höhen das berühmte Lied des Papageno „Der Vogelfänger bin ich ja“. Überzeugend einfühlsam präsentierte der Tenor die Arie des Tamino „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“. Pamina und Papageno verzauberten mit der Arie „Bei Männern, welche Liebe fühlen“.
Eine ganz fabelhafte Partie boten Bass und Männerchor mit „O Isis und Osiris“, bevor der Bassist mit exzellenter Aussprache das berühmte „In diesen heiligen Hallen“ präsentierte. Gleichzeitig hatte Mozart damals sein letztes Chorwerk für seine Freimaurer „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ komponiert, heute übrigens die Melodie der österreichischen Nationalhymne. Mit strahlenden Höhen und brillanten Koloraturen imponierte die Sopranistin das Stück „Ach, ich fühl´s“. Mit exakter Aussprache und kraftvoller Entfaltung boten die Männer anschließend „O Isis und Osiris“.
Nach der Pause gab es Ausschnitte aus Franz Lehars Operette „Die Lustige Witwe“. Rhythmisch rasant imponierte der Tenor mit „Dann geh ich zum Maxim“. Im beschwingten Walzertakt gelang dann „O kommet doch ihr Ballsirenen“. Bezaubernd einfühlsam gelang der Solistin das berühmte „Vilja, du Waldmägdelein“. Mitreißend frisch zelebrierten dann Bass, Tenor und Chor „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“. Romantik pur gab es in dem exzellenten Liebesduett „ Lippen schweigen“ bevor zum gelungenen Abschluss alle Solisten, Chor und Orchester in „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“ mit einstimmten. Es gab hochverdienten Beifall und mit „Heil sei euch Geweihten“ aus Mozarts Zauberflöte eine mitreißend-rasante Zugabe.
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