Hansestadt als Zusatz auf Ortsschildern
15.02.2012 | 20:09 Uhr 2012-02-15T20:09:00+0100
Schwerte. Diethild Dudeck, Vorsitzende des Hansevereins, hat die Nachricht mit Freude aufgenommen: Der Rat hat dem Zusatz „Hansestadt an der Ruhr“ zugestimmt.
Am Ende herrschte dann doch große Einmütigkeit im Rat, dem Vorschlag des Hansevereins zu folgen und den Weg frei zu machen für den Zusatz auf den Ortsschildern, der da lautet: „Hansestadt an der Ruhr“.
Am Tag zuvor, in der Sitzung des Haupt-, Personal- und Gleichstellungsausschusses schien die erforderliche Mehrheit noch fraglich zu sein. Denn nach dem im November geänderten Paragraphen 13 der Gemeindeordnung müssen drei Viertel der Ratsvertreter den Antrag billigen. „30 Stimmen müssen es sein“, erklärte Bürgermeister Böckelühr. SPD-Fraktionschefin Britta Santehanser räumte ein, es habe gewisse Unsicherheiten gegeben, doch nun stehe man geschlossen hinter dem Hanseverein. Kosten dürften der Stadt aber nicht entstehen. Monika Demant (Grüne) ließ bereits durchblicken, dass die Fraktion keine einheitliche Meinung habe. Aus den Reihen der Grünen kamen dann am Ende die beiden einzigen Enthaltungen. Mit Nein stimmte keiner der Ratsvertreter. WfS-Chef Eckehard Weist bekannte sich als Mitglied von Schicht 1 (Altstadt) zur Tradition der Stadt Schwerte.
Diethild Dudeck als Vorsitzende des Hansevereins ist nach eigenen Worten „sehr froh“ über das klare Votum des Rates. Zwei Hürden sind jetzt noch zu überwinden:
Genehmigung durchden Minister
Die Kosten, die 17 Ortsschilder zu verändern, liegen im unteren vierstelligen Bereich. Die Ausgaben will der Hanseverein tragen und hat das Oberschicht, den Heimatverein und den Verein Stadtmarketing mit im Boot. Die finanzielle Aufgabe werde zu meistern sein, hebt sie hervor.
Der Innenminister muss den Namenszusatz genehmigen. Die entsprechenden Unterlagen werden nach Düsseldorf geschickt. Da die Zugehörigkeit von Schwerte zum Hansebund historisch verbrieft sei, so Böckelühr, sehe er keinen Anlass für den Minister, den Wunsch aus Schwerte abzulehnen.
11:12
Ich finde die Regelung mit den neuen Verkehrsschildern gut, auch weil jetzt nicht mit Aufklebern gearbeitet wird. Sicher gibt es in Schwerte zahlreiche und wichtigere Probleme, deren Lösung aber bei der Politik und/oder Verwaltung liegen. Hier engagieren sich Vereine die auch die Kosten übernehmen, also nicht den städtischen Haushablt belasten.
Ich sehe auch vieles kritisch in Schwerte, dass Engament von Vereinen aber nicht. Liebe Mitbürger lasst die " Kirche " bitte im " Dorf "
13:31
Auf dass ein wenig Glanz so prominenter Hansestädte wie Hamburg, Bremen oder Rostock auf uns falle... Nebenbei, im Laufe der Jahrhunderte gab es hunderte von Städten, die sich der Hanse angeschlossen hatten. Darunter so prominente Orte wie Buxtehude, Haselünne oder Pritzwalk. Vielleicht schon eher unsere Kragenweite.
Mal sehen, ob Kamen, Unna, Lünen und Iserlohn auch noch nachziehen und ihre Ortseingangsschilder umdekorieren, die gehörten nämlich auch dazu. Früher sagte man bei solchen Gelegenheiten: Kein A... in der Hose, aber La Paloma pfeifen.
08:29
Da haben sich ja mal wieder einige Profilneurotiker ein zweifelhaftes Denkmal gesetzt. Kein Gegenwartsbezug, kein Nutzen: ganz schwach! Die wirklichen Probleme der Stadt finden mal wieder überhaupt kein Gehör. Naja, solange der "Tourismusbeauftragte" auf dem zukünftigen Schwerter Hansemarkt in hanseatischer Kluft echtes Hansebrot kauend umhergeistern kann, fehlt ja nur noch einer: HANSEN! Grüßt euch alle erstmal...