Fragliches Spiel im City Centrum
08.02.2012 | 18:56 Uhr 2012-02-08T18:56:00+0100
Schwerte. Rätselraten um die Vorgänge in dem leer stehenden Ladenlokal des City Centrums, in dem früher eine Apotheke beheimatet war.
Nachdem vor gut einem Jahr Pläne bekannt wurden, dass der Eigentümer hier eine Spielhalle ansiedeln wolle, stemmte sich zunächst die SPD gegen solche Absichten und fand auch bei anderen Fraktionen Rückendeckung.
Nach WR-Informationen haben inzwischen Handwerker Einzug gehalten, die offensichtlich mit Renovierungsarbeiten beauftragt sein sollen. Der Besitzer der Ladenfläche wollte sich gegenüber der WR nicht äußern, ob in Kürze dort eine Spielhalle eröffnet werde. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll es aber bereits einen Vertrag mit einem griechischen Betreiber geben, der demnächst dort Spielautomaten aufstellen möchte.
Stadtsprecher Carsten Morgenthal erläuterte gegenüber der WR, dass die Stadt eine Nutzungsänderung für die Räumlichkeiten genehmigt habe. Der Verwaltung sei keine andere Wahl geblieben, weil sich aus juristischer Sicht ein solches Ansinnen nicht verbieten lasse. Im direkten Umfeld gebe es bereits einige Spielhallen.
Mit welchem Argument könnte da die Stadt einen Antrag ablehnen, fragt Morgenthal. Eine Spielhallenkonzession liege der Verwaltung aber noch nicht vor. Darauf warte man noch. Ohne ein solches Dokument dürfe der Betrieb nicht an den Start gehen.
Der Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe), Miteigentümer des City Centrums, richtet derzeit ein sehr wachsames Auge auf die Entwicklung in dem Ladenlokal. Die Eigentümergemeinschaft habe ganz eindeutig untersagt, dass im City Centrum Spielhallen oder etwa Erotik-Shops Einzug halten dürfen, betont Klaus Kilian, Chef des KuWeBe. Man behalte sich rechtliche Schritte vor, falls der Besitzer des Lokals, ein bekannter Immobilienmakler aus Schwerte, gegen die Verabredung verstoße und eine Spielhalle dort eröffne.
16:27
Aber dazu müssten die Behörden und die Ratsvertreter zuerst mal eine Meinung haben. Dem Stadtbild bekommt es jedenfalls nicht, wenn eine weitere dieser Daddelbuden mitten in der City aufmacht.
Vielleicht wäre es ja mal ein erster Schritt, das Halteverbot in der Hagener Straße vor dem bereits existierenden Glückspieltempel durchzusetzen. Denn anscheinend sind die Nutzer des dort vorhandenen Etablissements zu bequem sich einen vernünftigen Parkplatz zu suchen. Aber da machen die Ordnungskräfte wohl lieber einen Bogen drum...