Etappensiege für die Schüler der Klasse 7b
15.12.2010 | 18:53 Uhr 2010-12-15T18:53:00+0100
Schwerte.Etappensiege verbuchten Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b des Ruhrtalgymnasiums. Eine bessere Koordinierung des öffentlichen Busverkehrs mit den Anfangs- und Endzeiten ihrer Schule werden sie aber wohl nicht erreichen.
Immerhin: Bürgermeister Heinrich Böckelühr hatte Platz genommen am Pult des Raumes 321 des RTG, um über den Brief zu sprechen, den die Klasse ihm geschrieben hatte. Den ersten Bürger dieser Stadt kriegt man nicht alle Tage zu fassen. Sein Erscheinen war alleine schon ein Gewinn für die 7b, ihren Politiklehrer Reinhard Bee und die Klassensprecher Ilayda Serhat und Carlo Arnhold. Und wenn dann der Bürgermeister noch eine zweite gute Nachricht mitbringt, ist das durchaus ein weiterer Etappensieg. Um den hohen Kapazitäten am Unterrichtsende gerecht zu werden, wird die VKU auf der Linie C31 von der Schwerterheide nach Dortmund-Holzen mittags einen Gelenkbus einsetzen.
Warum das Ganze? Die Mädchen und Jungs hatten schon Mitte November während eines Besuchs im Rathaus mit Heinrich Böckelühr über ihre Probleme gesprochen, die ganz besonders der Fahrplan der Linie C31 mit sich bringt. Fast jeden zweiten Tag, bekräftigte die Schülerinnen und Schüler, seien sie nicht pünktlich zum Unterrichtsbeginn um 7.50 Uhr gekommen. Planmäßig erreicht die C31, aus Holzen kommend, die Haltestelle Sparkasse um 7.39 Uhr.
Meistens schafft der Bus das aber nicht pünktlich, und weil von dort aus auch noch ein Fußweg von knapp sieben Minuten vor den Schülern liegt, seien Verspätungen fast schon an der Tagesordnung. Fahren die Kinder einen Bus eher, sind sie schon um 7.20 Uhr an der Schule.
VKU setzt ab sofort
einen Gelenkbus ein
Zudem beklagte die Klasse, dass sie nach dem Ende der sechsten Stunde um 13.05 Uhr oftmals die Lichter des Busses von hinten sehen.
Der fährt um 13.09 Uhr ab Marienkirche. „Durch Unterrichtsverzögerungen, hohes Schüleraufkommen im Ausgangsbereich und Schwierigkeiten bei der Überquerung der Wittekindstraße erreichen wir die Haltestelle nicht rechtzeitig“, schreibt die Klassen. Zudem sei der Bus überfüllt, weil die Schüler des Friedrich-Bährens-Gymnasiums schon im Bus sitzen würden.
Überfüllte Busse seien zudem das Problem auf der Linie C32 Schwerte-Ergste und der Linie 594 Schwerte-Westhofen. Dafür hatte Angelika Fischer, die in der Stadt Schwerte die Expertin für den Schüler-Spezialverkehr ist, eine einfache Erklärung.
Obwohl mehrere Busse in der Mittagszeit eingesetzt werden, stürmt die an den Haltestellen versammelte Schülerschaft meistens in den ersten Bus. Zumindest auf der Linie C31 wird ja durch den Gelenkbus Abhilfe geschaffen.
Was die Taktung der Fahrpläne angeht, sind selbst dem Bürgermeister die Hände gebunden. Die Zeiten, erklärte er, seien abgestimmt auf die Abfahrtzeiten von Zügen ab Schwerter Bahnhof. Insofern werden die Holzener Schüler weiter ihre Beine in die Hand nehmen müssen.
20:36
Damals bin ich in einer ähnlich großen Stadt wie Schwerte zur Schule gegangen. Dort passte man die Schulzeiten an den Busfahrplan der Linienbusse an.
In vier Minuten von der Schule zur Haltestelle ist auch nicht gerade viel. Muss man erst noch seine Winterkleidung anziehen oder ist es glatt, so ist es eigentlich nicht mehr zu schaffen. Und nicht jeder Lehrer macht mit dem Gong auch Schulschluss, oder? Durch Hektik und Stress können schnell Unfälle passieren: Treppenstürze, Auto beim Überqueren der Straße nicht gesehen usw.!
Könnte man nicht die Schulzeiten ändern, sodass der Unterricht spätestens um 13:00 Uhr endet. So kommen alle Schüler/innen zum Bus und der Rest der Fahrgäste erreicht die Anschluss-Busse und -Züge am Bahnhof auch noch.
Entweder fängt die Schule früher an, oder man kürzt eine Pause um 5 Minuten.
Es ist auch für die Schüler/innen angenehmer, wenn sie zwar 5 Minuten weniger Pause haben, dafür aber mindestens 30 Minuten eher zu Hause sind.