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Die Nacht holt Jugendkultur ans Licht

06.10.2011 | 18:14 Uhr
Die Nacht holt Jugendkultur ans Licht
Nacht der Jugendkultur, PK in der Rohrmeisterei Foto: Manuela Schwerte

Schwerte.Am Lagerfeuer und auf der Bühne, auf dem Skateboard und mit dem Bleistift spielt sich am Samstag, 15. Oktober, die Nacht der Jugendkultur in Schwerte ab. Was sich Judith Bäcker vom Jugendamt und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an Veranstaltungen überlegt haben, verspricht unterhaltsame vier Stunden.

Die Nacht der Jugendkultur hat das Kulturhauptstadtjahr überdauert. In 2010 war Schwerte wegen Personalmangel nicht am Start. Das macht man nun in einer Woche wett. An fünf Orten lassen Jugendliche sehen und hören, was Jugendliche sehen und hören wollen: Gitarrenmusik zum Mitsingen am Lagerfeuer auf dem Rohrmeisterei-Plateau, Auftritt dreier Bands vom FBG – zwei spielen Rock, eine Funk – vor der Viktorkirche, Manga-Zeichenkurse vor der Marienkirche, Lesungen mit Elisabeth Trelenberg und Theaterspiel der Naturbühne Hohensyburg auf dem Postplatz, Streetlife mit Graffitikunst, Rap und Skateboard-Akrobatik auf dem Werner-Steinem-Platz.

Im Bus vom Lagerfeuer zum Rockkonzert

Wer nicht von Station zu Station laufen will, nimmt den Bus. Der fährt die Gäste kostenlos und um 18 Uhr das erste Mal von der Rohrmeisterei los, danach alle halbe Stunde bis 22 Uhr. Das Zugucken und Mitmachen ist für das Publikum umsonst. Die 4700 Euro, die das Land der Stadt Schwerte für dieses Ereignis überwies, erhalten Busunternehmen und der Profibeleuchter Jörg Rost sowie Bühnen- und Technikverleihfirmen. Gut 80 junge Menschen sind unbezahlt im Einsatz. Die einen als Akteure, die anderen in der Organisation. Zu Letzteren gehören Leonard Kordowski, Melina Hylla und Kristina Mrcella, alle drei Schüler und Schülerinnen des FBG. Sie haben wiederum andere Gleichaltrige angesprochen, die helfen sollten und das nun auch machen. „Die Stadt selbst muss keinen Euro für den Abend ausgeben“, sagte Judith Bäcker.

31 Städte aus dem
Land machen mit

Andreas Wethkamp, Musiklehrer am FBG, koordiniert den Auftritt der Schulbands, Sebastian Kockelke, Beleuchter in der Rohrmeisterei, wird von seinem Chef freigestellt, zusammen mit Rost die Jugendkultur aus dem Dunkel ans Licht zu holen.

Schwerte gehört an diesem Abend zu den 31 Städten im Land, die sich an der Aktion beteiligen. Judith Bäcker und Peter Blaschke, der Quarterback, sind sich sicher, dass das Programm den Nerv der Jugendlichen trifft. Diese hätten selbst vorgeschlagen, was in den vier Stunden auf den Plätzen passieren sollte. Auch die Lagerfeuer-Romantik – an der Gitarre Hendrik Jütte und Annika Schneider – mit Stockbrot und Songs von John Denver sei gewünscht worden.

An jeder Station dauert das Programm vier Stunden, damit niemand etwas verpasst. Alkohol fehlt an den Getränkeständen, Fachleute aus der Jugendarbeit sind überall anzutreffen. Eltern könnten beruhigt zu Hause bleiben, so Judith Bäcker. Wer gucken wolle, sei aber willkommen - auch als Erwachsener.

Susanne Schulte

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