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Den Menschen eine Freude bereiten

17.06.2012 | 16:26 Uhr
Den Menschen eine Freude bereiten
Die Tanzgruppe des Türkischen Eltervereins erfreute die Senioren im Haus am Stadtpark. Foto: Manuela Schwerte

Schwerte . Die Musik des Dschungelbuchs ist wohl bekannt, aber in der Form, wie die Bewohner des Johannes-Mergenthaler-Hauses die Melodie zu hören bekamen, war es dann doch ein besondere Darbietung, die die Senioren in bester Erinnerung behalten dürften. Hannah Flock von der Musikschule des Schwerter Kulturbetriebs spielte auf der Tuba und schon nach wenigen Klängen klatschten die älteren Menschen eifrig mit. Die Kurzweil, die die Instrumentalgruppe unter Leitung von Jutta Matschi bot, hob den Samstagvormittag vom üblichen Alltag ab. Genau das war auch beabsichtigt beim 5. Freiwilligentag mit der WR als Medienpartner. Viele fleißige Hände wirkten mit, um Menschen eine Freude zu bereiten, ihnen lang gehegte Wünsche zu erfüllen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen oder, wie es Grünen-Politiker sich überlegt hatten, ein wenig mehr Farbe in den Kirschbaumsweg zu bringen. Eher trist kamen sie bislang daher, die Baumscheiben entlang der Straße. Am Samstag machten sich Monika Rosenthal, Vera Born, Barbara Stellmacher mit einigen Helfern auf, um mit bunten und blühenden Pflanzen Akzente zu setzen.

Ein Team von rund einem Dutzend Mädchen und Jungen hatte Torsten Obst, Chef der Jugendfeuerwehr, um sich geschart, um den Klassiker der Freiwilligentage aufleben zu lassen: die Autowaschaktion. Die elfjährige Jessica Pollak wienerte als Jüngste aus der Gruppe, was das Zeug und der Putzlappen hielten. Blitzblank strahlten die Limousinen, wenn sie das Gelände des Bauhofs verließen. Ein wenig mehr Zuspruch hätten sich die Crew durchaus vorstellen können, aber beim Blick in den Himmel war ihnen klar, warum mancher Autofahrer auf einen Besuch verzichtet hatte. Immer wieder schoben sich dicke Regenwolken am Horizont entlang. „Da ist man doch eher skeptisch, ob sich das Waschen lohnt“, sagte Obst, war am Mittag aber dann doch mit der Bilanz recht zufrieden.

Das lässt sich auch von den Senioren des Klara-Röhrscheidt-Haus sagen, die am Samstag gleich drei Mal eingeladen waren. Noch vor dem Mittagessen waren die Albertinos, die Mädchen und Jungen des offenen Ganztags der Albert-Schweitzer-Schule zu Gast. Mit Musik aus der Oper Carmen führten sie Tanz und Theater auf. „Mir hat es richtig Spaß gemacht“, sagte die siebenjährige Ilayda und Ruth (8) freute sich darüber, dass die Aufführung den älteren Menschen gefallen hatte.

Für den Nachmittag hatte sich der Gesamtschul-Chor „da capo“ angekündigt, der sich durch seine vielen Auftritte in Schwerte einen klangvollen Namen erworben hat. Am Samstag bot er gleich zu zwei Gelegenheiten Proben seines vielseitigen Könnens dar.

Musik war ohnehin an diesem Freiwilligentag groß geschrieben. So waren es die Brasskids, Blechbläser der Musikschule im Kulturbetrieb, die mit ihren Rhythmen zum einen die Bewohner des Seniorenheimes Am Stadtpark mitrissen und zum anderen die Besucher des Stadtpark-Cafés begeisterten, das die Börse als Organisator mitten im Grünen und in Sichtweite zum Wasserspiel aufgebaut hatte. Als in den Nachmittagsstunden die Kindertanzgruppe des Türkischen Elternvereins das Seniorenheim am Stadtpark aufsuchte, hatten sie die Bewohner schon nach wenigen Minuten ganz auf ihrer Seite, die zuvor schon großen Gefallen an den Jugendlichen der Bildungsplattform Prisma gefunden hatten. Mit ihren witzigen Sketchen zauberten sie ein Lachen auf die Gesichter der Gäste.

Mit ernsten Schwierigkeiten haben Nutzer des Internets zu tun, wenn sie Verträge abschließen, die sie eigentlich gar nicht haben wollten. Über die Gefahren, die im weltweiten Netz schlummern, sprachen die RTG-Schülerinnen Lisa Stiller und Lena Libulski beim Internet-Café in der VHS, beantworteten aber auch ganz praktische Fragen beispielsweise, wie man eine Datei an eine E-Mail anhängt.

Während sich an den bisherigen Freiwilligentagen die Akteure abends zur Dankeschön-Party trafen, fiel die dieses Mal zu Gunsten des Festaktes auf, feierte doch am Sonntag die Börse ihr zehnjähriges Bestehen (siehe Lokalseite 1).

Theo Körner

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