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Spannende Zeitreise

Dem Gespenst vom Wuckenhof auf der Spur

03.03.2010 | 18:38 Uhr

Schwerte. Wissen Sie, was eine Klingelhose ist? Kennen Sie das Gespenst vom Wuckenhof? Gelüftet werden diese und andere Geheimnisse der Ruhrstadt während eines außergewöhnlichen Stadtrundgangs, zu dem die Diakonie Schwerte und Uwe Fuhrmann am 25. März einladen.

Die spannende Zeitreise führt Bürger durchs „Gestern, Heute und Morgen” und zeigt dabei eindrucksvoll, dass Schwertes Geschichte untrennbar mit der Geschichte der Diakonie verbunden ist.

„Uwe Fuhrmann bürgt für Qualität und entsprechende Unterhaltung, da kann man schon gespannt sein”, freute sich Diakonie-Geschäftsführer Ulrich Groth den beliebten Stadtführer für das Projekt mit im Boot zu haben.

Diakonie sei mehr als Betreuung und Beratung von Hilfebedürftigen, unterstrich Groth gestern bei der Vorstellung der diakonischen Stadtführung. Mit Unterstützung seines Teams möchte der Geschäftsführer das Profil der sozialen Einrichtung in der öffentlichen Wahrnehmung um einen Aspekt erweitern: „Diakonie kann auch Spaß machen und unterhaltsam sein.” Für die gelungene Mischung aus interessanten Informationen und kuriosen Anekdoten sorgen Uwe Fuhrmann und Andrea Schmeißer und Dirk Burkhardt von der Diakonie.

Die Verbindungen der Diakonie mit der Ruhrstadt reichen zurück bis ins Jahr 1925. Damals wurde die Innere Mission der Kirchengemeinde Schwerte, quasi der Vorläufer, gegründet. Als eine der ersten in ganz NRW richtete die Diakonie Schwerte 1960 eine psychologische Beratungsstelle im Calvinhaus ein, die im Übrigen seit 2008 wieder im ältesten weltlichen Haus Schwertes zuhause ist. Aktuell kümmern sich in der Ruhrstadt rund 150 hauptamtliche Mitarbeiter in zehn Einrichtungen an sechs Standorten um die Hilfesuchenden. Drei Standorte – Haus der Diakonie, Clavinhaus und Rotes Haus – öffnen sich beim Rundgang für die Interessierten, geben konkrete Einblicke in die Diakonie und ihre Arbeit. Dargestellt werde, so Dirk Burkhardt, wie es gestern war, wie es ist und was noch sein könnte.

Die Route startet um 18 Uhr am Haus der Diakonie. Von dort geht es weiter zum Calvinhaus und dem Roten Haus bis hin zur St. Viktor-Kirche am Alten Markt. Das ist geballte Historie auf gerade einmal 1000 Metern Fußmarsch durch die schmucken Altstadt-Gassen. Und so hat Fuhrmann für den Rundgang mit insgesamt 15 Stationen auch gut zweieinhalb Stunden einkalkuliert. „Die Leute werden danach schon reichlich schlau nach Hause gehen.”

Doch vorher erwartet alle noch ein guter Tropfen Wein und eine kleine Stärkung in Schwertes ältestem Gotteshaus St. Viktor. „Wir werden kein üppiges Mahl und auch kein Abendmahl anbieten, aber einen kleinen Imbiss als stimmungsvollen Ausklang”, meinte Andrea Schmeißer mit einem Schmunzeln.

Wer Uwe Fuhrmann kennt, der weiß, dass ein Stadtrundgang mit ihm, neben kurzweiliger Unterhaltung auch immer die ein oder andere Überraschung bereit hält. Verraten wollte er gestern nichts Konkretes, nur so viel: „Das Gespenst vom Wuckenvoll soll wohl auftreten.”

Diakonische Stadtführung: Donnerstag, 25. März, 18 Uhr ab Haus der Diakonie, Kötterbachstraße 16. Karten (max. 35 Stück) für 15 Euro gibt es ab sofort unter 93 93-0.

Iris Allendörfer

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