Das Scheitern als dramaturgische Finesse
30.08.2011 | 15:17 Uhr 2011-08-30T15:17:00+0200
Schwerte.Die 53. Schwerter Kleinkunstwochen könnten zu einer Reihe der Superlative werden. Sechs Programmpunkte und ein Sondergastspiel der Konzertgesellschaft versprechen einen ausgesprochen unterhaltsamen Herbst. Titel: Scheitern, Chancen und Triumphe.
Der Titel „ist ein klassisches Thema auf der Bühne, wo Künstler scheinbar nichts können, aber alles grandios gelingt“, erklärte Herbert Hermes, Leiter des Kulturbüros im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe) und verspricht virtuose Inszenierungen von Künstlergruppen, „die alle auf der Sonnenseite stehen und sich einen ausgezeichneten Ruf erworben haben“. Nicht umsonst seien alle im oberen Preissegment angesiedelt. Finanzierbar sind sie aber trotzdem, „weil wir in der glücklichen Lage sind, die Sparkasse an unserer Seite zu wissen“, so Herbert Hermes.
Von Butterfahrt
bis Zaubershow
Und so nehmen die fünf Vollblutmusiker von der Essener „Butterfahrt 5“ ihr Publikum mit auf eine – richtig, Butterfahrt, schlüpft die Schweizerin Gardi Hutter in die Rolle einer Schneiderin, werden die Kleinkunstpreisträger von 2003 Stage TV mit einer perfekten Synthese aus interaktiver Medienkunst, Artistik, Theater, Akrobatik und Musik begeistern und die Briten „The Magnets“ demonstrieren, wie man mit A-Cappella-Darbietungen ganz groß raus kommen kann. „Es lebe der König“ sagt das Dortmunder Duo Ape/Feuerstein und zeigt den Schwertern noch mal, warum es „zum Ruhrgebietsadel“ (Herbert Hermes) gehört. Köstlichen Spaß verspricht die Zaubershow der „Fertigen Finger“ – und fertig sind die 53. Kleinkunstwochen.
Die starten mit einer „Wahnsinns-Produktion“, wie es Prof. Carl-Joachim Heinrich formuliert. Der Mann ist Vorsitzender der Konzertgesellschaft Schwerte, und die wird den legendären Stummfilm „Metropolis“ auf die Leinwand bringen. Die Neue Philharmonie Westfalen wird dabei die Filmmusik vortragen. „So ein tolles Projekt mussten wir einfach nach Schwerte holen“, so Prof. Heinrich. So darf man davon ausgehen, dass dieser Abend in Halle 3 der Rohrmeisterei zu einem außerordentlichen und nachhaltigen Erlebnis werden wird – für Cineasten und Musikfreunde gleichermaßen.
Die Kleinkunstreihe ist übrigens die letzte, die von Herbert Hermes, dem Leiter des Kulturbüros, „voll inhaltlich kreiert worden ist“, wie es KuWeBe-Chef Klaus Kilian formulierte. Hermes steht kurz vor seinem Ruhestand, „dann ist Heike Pohl an der Reihe“, so Kilian – der aus seinem Favoriten für die anstehenden Kleinkunstwochen keinen Hehl machte. „Es gibt ja eine ganze Reihe von Höhepunkten im Programm der Kleinkunst, aber ich freue mich ganz besonders auf Stage TV“.
Termine: 14. Oktober Metropolis, 15. Oktober Butterfahrt 5, 21. Oktober Gardi Hutter, 4. November Stage TV, 5. November The Magnets, 11. November Ape/Feuerstein, 12. November Die fertigen Finger
Der Vorverkauf für die 53. Schwerter Kleinkunstwochen beginnt am Donnerstag, 1. September. Die einzige Vorverkaufsstelle in Schwerte befindet sich im Foyer der VHS, Am Markt 11.
Kartenvorbestellungen sind auch per Telefon, Fax oder e-mail verbindlich und gegen Vorkasse möglich. 104810 oder 104811, Fax 104804, @ kulturbuero@kuwebe.de
Einzelkarten kosten 20€ an der Abendkasse und 18€ im Vorverkauf. Eine Dauerkarte kostet 86€, eine Dreierkarte 50€ bzw. 45€ im Vorverkauf.
Dauerkarten und Dreierkarten gelten nicht für das Sondergastspiel Metropolis. Hierfür gibt es Karten auch in der Ruhrtal-Buchhandlung, in der Rohrmeisterei oder im Internet unter www.konzertgesellschaft-schwerte.de
Zentraler Beginn ist am Spieltor Rohrmeisterei um 20 Uhr (19 Uhr Abendkasse, 19.30 Uhr Saaleinlass). Metropolis beginnt schon um 19.30 Uhr.
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