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Bus und Bahn: Preise steigen ab August

05.06.2008 | 17:46 Uhr

Schwerte. (TK) Auf Kunden von Bus und Bahn kommen höhere Tarife zu. Nahverkehrsbetriebe wollen zum 1. August eine weitere Preisrunde einläuten.

In der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe, zu dem die Stadt Schwerte gehört, sollen die Bustarife zwischen drei und vier Prozent nach oben schnellen. Das berichteten die Sprecher der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) und des Busverkehrs Ruhr Sieg (BSR). Daran gekoppelt sind auch die Bahnpreise, wie Uli Beele vom Zweckverband Ruhr-Lippe, der für den Schienenverkehr zuständig ist, auf Anfrage berichtete.

Höhere Personal-und Spritkosten einerseits und die allgemeine Teuerungsrate andererseits sind nach Darstellung der Unternehmen die Preistreiber. Man versuche zwar durch verschiedene Maßnahmen gegenzusteuern, doch das reiche nicht aus.

Frank Severin, Sprecher der VKU, betont, dass die Dieselpreise keineswegs allein als Ursache in Frage kommen. Er erinnerte an den Arbeitskampf im öffentlichen Dienst, der eine Tarifsteigerung für die Bediensteten zur Folge hatte. Das schlage sich nun mal auch auf die Personalkosten nieder. Darüber hinaus seien die gewachsenen Energiekosten zu bedenken.

Derzeit liegen alle Anträge für die künftigen Tarife bei der Bezirksregierung, die darüber befinden muss. Die Unternehmen gehen davon aus, dass die Behörde ihren Anliegen folgt.

Noch tiefer in die Tasche werden die Fahrgäste greifen, die mit den Dortmunder Stadtwerken ab August unterwegs sind. Dann sollen die Fahrten mit den Bussen von DSW 21 um durchschnittlich 5,5 Prozent teurer werden, berichtet Sprecher Bernd Winkelmann. In Schwerte bedient das Unternehmen die Linie 470 (Schwerter Hauptbahnhof-Hörde). Zugleich plane man im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) eine Reform, mit der eine neue Tarifzone eingeführt werden soll. Vorgesehen ist neben den Stufen A bis C eine Stufe D für größere Distanzen. Für weitere Strecken wird der Fahrgast deutlich stärker zur Kasse gebeten.

Die neuen Tarife sollen für ein Jahr gelten. Ob danach ein weiterer Preissprung ansteht, dazu wollten sich die Betriebe noch nicht äußern. DSW-Sprecher Winkelmann hob allerdings hervor, dass man bemüht sei, den Fahrgästen keine weiteren Belastungen zuzumuten.

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