Biss von Polizeihund "Hammer" beendet Fluchtversuch
20.04.2010 | 12:47 Uhr 2010-04-20T12:47:00+0200
Schwerte. Zivile Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen am Montagabend am Bahnhof Schwerte zwei Buntmetalldiebe, 31 und 40 Jahre alt, fest. Die Männer hatten 750 Kilogramm Kupfer von einem Güterzug abgeladen, um das Diebesgut bei einem Schrotthändler zu verkaufen. Das verhinderte ein Polizeihund.
Die Diebe kannten sich offensichtlich aus. Sie betraten die Gleisanlagen im Schwerter Bahnhof und überprüften die Ladung der Güterwagen. Hierbei hielten sie Ausschau nach wertvollen Schrottstücken. Ein mit Kupfer beladener Waggon beendete die Suche der beiden Männer. Zunächst schmissen sie ca. 750 Kilogramm Kupferstücke ins Gleisbereich. Das Diebesgut im Verkaufswert von 3.600 Euro trugen sie anschließend in zahlreichen Arbeitsgängen quer über mehrere Gleise bis hin zu einem zum Abtransport bereitgestellten Pkw.
Als die Täter das Fahrzeug bereits mit 450 Kilogramm Kupfer beladen hatten, näherten sich die Beamten dem Duo. Kurz vor der Festnahme ergriffen die beiden Männer die Flucht in unterschiedlichen Richtungen. Der 31-jährige Mann aus Fröndenberg rannte hierbei direkt in einen Dornenbusch und verfing sich darin. Er wurde mit leichten Verletzungen aus dem Busch befreit und festgenommen.
Pfefferspray
Als der zweite Flüchtende spürte, dass er das Laufduell gegen den Polizeibeamten verlieren wird, drehte er sich um und griff den Beamten an. Trotz des Einsatzes von Pfefferspray setzte der aggressive 40-jährige Mann aus Menden die Angriffe gegen den Polizisten fort. Erst der Einsatz des Bundespolizeidiensthundes "Hammer" beendete die Gegenwehr des Mannes. Der Polizeihund hatte den Mann in die Hüfte gebissen.
Nach ärztlicher Versorgung und Feststellung der Haftfähigkeit wurden die Metalldiebe dem Hagener Polizeigewahrsam zugeführt. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Dortmund prüft nun, ob die festgenommenen Personen für weitere Buntmetalldiebstähle als Tatverdächtige anzusehen sind.
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