Bedienstete stehen hinter Verdi-Forderung
21.12.2007 | 12:55 Uhr 2007-12-21T12:55:00+0100Schwerte. Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes untermauern die Forderung der Gewerkschaft Verdi nach acht Prozent mehr Lohn oder Gehalt.
Mehrere Jahre haben „die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes auf Lohnerhöhungen verzichten müssen”, sagt Michael Wilczynski, Sprecher der Vertrauensleute in der Stadtverwaltung. „Da ist es keine Frage, dass sie nun bereit sind, für die Tarifforderungen der Gewerkschaft einzustehen”.
Diese Woche hat die Tarifkommission beschlossen, eine lineare Anhebung von acht Prozent zu fordern. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Zudem will Verdi festgeschrieben wissen, dass Auszubildende für mindestens ein Jahr übernommen werden. Bevor die Marke von acht Prozent endgültig festgelegt wurden, waren auch die einzelnen Untergliederungen der Gewerkschaft um ihre Meinung gefragt worden. „Nachdem unsere Bundestagsabgeordneten eine Diätenerhöhung von insgesamt neun Prozent beschlossen haben, war für uns die Messlatte gelegt”, sagt Wilczynski. Dass die Kollegen nach einer langen Durststrecke nun endlich wieder eine Steigerung ihrer Bezüge sehen möchten, verstehe sich eigentlich von selbst, sagt Personalratsvorsitzender Christian Struwe. Angesichts der allgemeinen Teuerungsraten sei die Forderung nach mehr Lohn und Gehalt ganz klar berechtigt. In der Stadtverwaltung sind rund 500 Bedienstete tätig, 115 davon sind Beamte, für die übrigen gelten die Tarife des öffentlichen Dienstes. Im Rathaus seien rund 75 Prozent der Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert, betont Wilczynski. Sollte es zu Protesten kommen, werde sicherlich ein großer Teil der Belegschaft dabei sein. Für die Bediensteten in NRW steht noch ein wichtiges Detail zur Verhandlung an: Während in vielen Bundesländern die Arbeitszeiten bereits auf 40 oder 41 Stunden heraufgeschraubt worden sind, liegen sie in NRW noch bei 38,5. Die Arbeitgeberseite möchte diese Sonderklausel allerdings abschaffen.
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