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B236 bald auch in der Woche dicht

30.07.2010 | 12:14 Uhr
B236 bald auch in der Woche dicht

Ergste/Letmathe.Eine zeitweilige Öffnung der B236 zwischen Ergste und Letmathe für Motorräder wird es nach Lage der Dinge nicht geben. Im Gegenteil: Die Sperrung wird sich verschärfen.

Die unfallträchtige Strecke wird wahrscheinlich schon bald auch wochentags zwischen 17 und 22 Uhr für Motorräder gesperrt werden. Die Sperrung an Wochenenden und Feiertagen bleibt davon unberührt. Hintergrund der Ausweitung der Sperrung sind zwei Unfälle, die sich in diesem Jahr auf Schwerter Stadtgebiet im besagten Streckenabschnitt ereignet haben. Hierbei handelte es sich um Unfälle der Kategorien zwei und drei mit Schwerverletzten bzw. hohem Sachschaden und Leichtverletzten. Diese Unfälle ereigneten sich jeweils in der Zeit zwischen 17 und 22 Uhr und werden im Fachjargon „Freizeitunfälle“ genannt.

Alleine diese beiden Unfälle rechtfertigen das Einschreiten der Stadt Schwerte, die auf der jüngsten Tagung der Unfallkommission mit dem Vorschlag, die Sperrung temporär auszuweiten, offene Türen einrannte. „Wir müssen einschreiten, wir sind verkehrssicherungspflichtig“, erklärte am Freitag auf Anfrage Siegfried Kuhn von der Stadt Schwerte, der die Kommune auch in besagter Unfallkommission vertritt.

Unklar ist noch, wann die neue Regelung in Kraft treten wird. Noch liegt eine Petition des Ergster Michael Wilczynski unbearbeitet im Düsseldorfer Landtag. Die Entscheidung darüber wolle man abwarten, sagt Siegfried Kuhn. Er glaubt, dass das relativ kurzfristig geschehen wird.

Bei Michael Wilczynski indes findet die neue Regelung kein Gefallen. Er ist im Bundesverband deutscher Motorradfahrer (BVDM) Referent für Streckensperrungen und als solcher überzeugt, dass „noch nicht alle technischen Möglichkeiten ausgenutzt worden sind“, um die Strecke zu entschärfen. „Davon gehe ich auch nicht runter“, betonte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Unzumutbare Umwege

Wilczynski rechnet allerdings nicht damit, dass die B236 für die Dauer der Bauarbeiten der Straße Bürenbruch zwischen Michaelisweg und Kreisgrenze im Monat August wieder komplett geöffnet wird. Zwar hat er beim Kreis Unna einen entsprechenden Vorstoß unternommen, um Bikern „unzumutbare“ Umwege über Grürmannsheide und Rote-Haus-Straße zu ersparen, einen Erfolg aber „halte ich für sehr unwahrscheinlich“. Auch rechnet er nicht damit, dass seine Petition etwas bringen wird. „Düsseldorf kann nur Empfehlungen aussprechen, an die sich die zuständigen Behörden nicht halten müssen“, sagt er.

Ingo Rous

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Kommentare
15.08.2010
09:19
B236 bald auch in der Woche dicht
von StM | #29

„Wir müssen einschreiten, wir sind verkehrssicherungspflichtig“

Dass ich nicht lache! Schlaglöcher auf jeder Straße, jedes Jahr werden es mehr... (naja auch mal weniger, z.B auf der Schützenstraße, dafür siehts in den Wohngebieten duster aus)

Es ist eine dreiste Frechheit wegen 2 Unfällen eine ganze Bundesstraße komplett zu sperren. Eine B-irgendwas hat immer offen befahrbar zu sein. Die Verantwortlichen im Rathaus haben jedes Maß verloren.

05.08.2010
19:04
B236 bald auch in der Woche dicht
von drahrebe | #28

Wenn es am Schälk häufiger zu Motorradunfällen mit Personenschaden kommt kann man da die Strasse verantwortlich machen???? Eher dürfte der Grund am Fahrstil und Maschinenbeherschung der Fahrer liegen. Man hört oft von Bikern, dass sie die Freiheit auf der Maschine fastziniert. Dann sollte man auch sein Spielzeug, sofern man bei mehr als 750 ccm von einem solchen sprechen kann, unbedingt beherschen und den bestehenden Vorschriften gemäß fahren. Das schließt die entsprechende Geschwindigkeit wie auch die nötigen Einstellungen (zB.Zündung und Bremsen) ein

04.08.2010
21:47
B236 bald auch in der Woche dicht
von The_dark_Side | #27

Und mal wieder der Tip;
Nachts her fahren und das zahlreich vorhandene Rotwild in der Nähe der Häuser von der Strasse hupen.
Vielleicht gibts ja auch ein paar Schichtler, die da leider Nachts immer her fahren müssen.
Rotwild hat eben keine natürlichen Feinde....

04.08.2010
21:06
B236 bald auch in der Woche dicht
von Michael Wilczynski | #26

Warum geht das hier nicht?

Unnötiges Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften ist verboten, wenn dadurch andere belästigt werden, § 30 Abs. 1 Satz 2 StVO.

Ist die StVO noch für den Bereich innerhalb geschlossener Ortschaften eindeutig, so fehlt es an einer eindeutigen Regelung für mehrfaches Hin- und Herfahren außerhalb geschlossener Ortschaften.

Mit dieser Frage der Ahndung musste sich das Bay. Oberlandesgericht (Az. 2 ObOWi 410/00) auseinandersetzen.

Dem betroffenen Motorradfahrer war vorgeworfen, er sei in kurzen Abständen mindestens viermal hin- und hergefahren um eine Kurve zu durchfahren.
Das Hin- und Herfahren habe gleichzeitig mit dem Bremsen, Wenden auf einem Parkplatz und wieder starkem Beschleunigen statt gefunden.
Zur gleichen Zeit haben sich noch weitere 25 bis 30 andere Motorradfahrer im Bereich dieser Kurve befunden.
Es sei dadurch erheblicher Lärm entstanden.

Die Staatsanwaltschaft beantragte, gegen den Motorradfahrer ein Bußgeld nebst Fahrverbot zu verhängen.
Der Biker habe grobe gegen seine Pflichten als Verkehrsteilnehmer verstoßen. Das mehrfache Hin- und Herfahren sei rechtlich als Betreiben von Sport und Spiel auf der Straße zu bewerten.
Aufgeworfen war zudem die Frage, ob in dem Verhalten des Motorradfahrers ein Rennen gesehen werden kann.

Das Gericht hat den betroffenen Motorradfahrer zu einer Geldbuße von (damals) DM 150 verurteilt.

Der betroffene Motorradfahrer ist wegen einer fahrlässig begangenen Belästigung anderer nach § 1 Abs. 2, § 49 Abs. 1 Nr. 1 StVO, § 24 StVG verurteilt worden.

Zwar sah der Bußgeldkatalog hierfür regelmäßig nur ein Verwarngeld in Höhe von DM 20 vor. Aufgrund der zu berücksichtigenden erkennbar massiven Belästigung Dritter durch das Verhalten des Betroffenen und seine zahlreichen Vorahndungen ist die Geldbuße auf DM 150 erhöht worden.

Die Regelung in § 30 Abs. 1 Satz 3 StVO, nach der das unnütze Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften verboten ist, wenn andere dadurch belästigt werden, bedeutet nicht, dass außerhalb geschlossener Ortschaften jedes vermeidbare Hin- und Herfahren, durch das andere belästigt werden, erlaubt ist.

Zwar sei dem Vorbringen der Staatsanwaltschaft nicht zu folgen.

Eine übermäßige Straßenbenutzung durch Veranstaltung eines Rennens ist nicht gegeben.
Rennen sind nach der Verwaltungsvorschrift zur StVO zu § 29 Abs. 1 Wettbewerbe oder Teile eines Wettbewerbs sowie Veranstaltungen zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten mit Kraftfahrzeugen.
Diese Voraussetzungen lagen hier nicht vor.

Das viermalige Fahren durch die Kurve, jeweils hin und zurück, ist auch nicht als Sport und Spiel auf der Fahrbahn anzusehen.
Unter Sport und Spiel sind vornehmlich Mannschaftsspiele und gewertete Sportveranstaltungen zu verstehen. Auch eine Verabredung der Motorradfahrer untereinander oder ein stillschweigende Übereinkunft, gemeinsam zu sportlichen Zwecken die Kurve immer wieder zu durchfahren, ist nicht festgestellt. Die lediglich gleichartige Nutzung der Kurve zu wiederholtem Hin- und Herfahren stellt sich nicht als Sport oder Spiel dar.

Allerdings sind hat sich nach § 1 Abs. 2 StVO jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten, dass andere nicht mehr als unvermeidbar belästigt werden.
Hiergegen wird dann verstoßen, wenn Art und Maß der Beeinträchtigung das Verkehrsbedürfnis übersteigen und als störend empfunden werden.
Hierbei ist auch nicht erforderlich war, dass der entstandene Lärm durch einen Geräuschmesser festgestellt wurde.
Viel mehr entspreche es der Lebenserfahrung, dass durch das Hin- und Herfahren im Bereich einer Kurve, verbunden mit dem Abbremsen vor dem Wenden auf einem Parkplatz oder der Straße und dem anschließenden Beschleunigen nach dem Wendevorgang, erheblicher Lärm entsteht, zumal dann, wenn sich diese Kurve, wie hier, in einem Tal befindet.
Eine solche Belästigung ist auch nicht unvermeidbar.

Quelle: Motorrad-recht.de

04.08.2010
20:48
B236 bald auch in der Woche dicht
von Anwohnerin | #25

Mopeds fahren auch mal weiter, bergen vorher ihre Karre aus dem Weißdorn und ab gehts. :-) Ohne Polizei etc. Dunkelziffer?!?!?!

04.08.2010
17:44
B236 bald auch in der Woche dicht
von Michael Wilczynski | #24

Hallo Eberhard, ;-)

Natürlich gibt es die die viel zu schnell fahren!
Aber das sind Autos genauso wie Motorräder. Wir haben die Strecke von unserem Sicherheitsfachmann mit der Kamera abfahren lassen und versucht das Video auszuwerten. Es wurde einmal mit der Vorgeschriebenen Geschwindigkeit und einmal mit 15 Km/h mehr gefahren. Fazit: Halbwegs geübte Biker dürften eigentlich nicht zu Fall kommen.
Die die dort schnell fahren, sind geübte Fahrer die auch auf Rennstrecken trainieren und auch vernünftige Schutzkleidung tragen. Trotzdem finde ich das das Tempo oftmals zu stark überschritten wird. Es gab in Bayern ein Gerichtsurteil, das Motorradler, die ausserorts unnütz hin und herfahren bestraft wurden. In Bayern gibts Richter und Staatsanwälte die dieses unnötige Hin und Herfahren als Rennmässiges Verhalten definieren! Fazit Fahrverbot.

Und natürlich gibt es am Schälk Autounfälle!
Aber die fallen seltenst in die Kategorien 1,2,3 (Tote,Schwerverletzte, Leichtverletzte) Deshalb fallen diese auch nicht in die Wertung! Autofahrer die eine Leid(t)planke touchieren, fahren in der Regel einfach weiter. Bei Bikern sieht das oft anders aus. Das Verletzungsrisiko ist schliesslich 18 mal höher gegenüber dem Pkw Insassen!

Gruß Michael

04.08.2010
15:29
B236 bald auch in der Woche dicht
von drahrebe | #23

Bisher habe ich das Problem wohl falsch verstanden. Es wird nur von den Motorradunfällen gesprochen. gibt es auf der Strecke keine Unfälle mit Autos. Liegt es vielleicht auch daran, dass Motorradfahrer meinen das Recht (zu haben) oder es sich auch nur anmaßen die passende Geschwindigkeit, zum Teil sogar erheblich, zu überschreiten. Bisher bin ich noch beim Ausfahren der zugelassen Geschwindigkeit, von fast jedem mir folgenden Motorrad überholt worden.
Wie das, wenn man die entsprechende Geschwindigkeit nicht spürbar überschreitet. Sollten dies wirklich nur die bewußten schwarzen Schafe sein, dann sollten die andern Motorradfahrersich davon disstanzieren.

02.08.2010
19:36
Jetzt auch in der Woche dicht
von dirk kohlhauer | #22

Die Behörden scheinen in diesem Fall sehr auf das Gerufe der Anwohner zu hören. Man könnte sogar glauben, sie seien bestechlich, aber da irre ich bestimmt. Wieviele Anwohner hat der Schälk eigentlich? Warum haben die so eine Macht ? Wohnt da jemand mit Vitamin B? Wenn es nach den Unfallzahlen geht, sollte man den Schälk 4-Spurig machen, denn anderswo sind die Unfallzahlen höher und die Strecke ist immer noch auf (Beispiele gibt es hier von mir nicht, sonst kommen andere noch auf dumme Gedanken).


An die lieben Motorradpolizisten, die am Wochenende dort regelmäßig abgreifen: Habt ihr Order, nur an den Sperrzeiten dort zu kontrollieren? Wenn ja, dann haben wir euch ja doch bald öfter vor Ort. Kein Personalmangel? Wie kommt das?

Hier ist Behördlich so etwas von Faul, dass man den Schälk mit einer Geruchs-Stop-Glocke abdecken müßte, so stinkt das zum Himmel !!!!

02.08.2010
19:34
Jetzt auch in der Woche dicht
von dirk kohlhauer | #21

Die Behörden scheinen in diesem Fall sehr auf das Gerufe der Anwohner zu hören. Man könnte sogar glauben, sie seien bestechlich, aber da irre ich bestimmt. Wieviele Anwohner hat der Schälk eigentlich? Warum haben die so eine Macht ? Wohnt da jemand mit Vitamin B? Wenn es nach den Unfallzahlen geht, sollte man den Schälk 4-Spurig machen, denn anderswo sind die Unfallzahlen höher und die Strecke ist immer noch auf (Beispiele gibt es hier von mir nicht, sonst kommen andere noch auf dumme Gedanken).


An die lieben Motorradpolizisten, die am Wochenende dort regelmäßig abgreifen: Habt ihr Order, nur an den Sperrzeiten dort zu kontrollieren? Wenn ja, dann haben wir euch ja doch bald öfter vor Ort. Kein Personalmangel? Wie kommt das?

Hier ist Behördlich so etwas von Faul, dass man den Schälk mit einer Geruchs-Stop-Glocke abdecken müßte, so stinkt das zum Himmel !!!!

02.08.2010
15:25
B236 bald auch in der Woche dicht
von Michael Wilczynski | #20

Eigentlich wollt ich mich ja zurückhalten.

Aber das die Anwohner dort eine Ausnahmegenehmigung erhalten ist okay!
Nicht okay ist allerdings, das diese nicht auf der ganzen Strecke gilt, meldet euch bei mir und wir versuchen das zu regeln!
@Klaus Steier, Die Jungs und Mädels die dort 20 - 30 Mal rauf und runter fahren sind die absolute Ausnahme. Ich bin aber auch dagegen das die Strecke mehr als einmal in jede Richtung befahren wird.
Diese jetzige zusätzliche Sperrung ist durch die Behörden aufgrund von 4 Unfällen getroffen worden, allerdings waren 2 davon nicht auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Die Behörden sind nicht Willens irgendetwas an der Strecke zu ändern, solange dort nur Biker verunfallen! (Mit Verletzten oder Toten)
Ich bin gegen jede Art von Sperrungen, auch gegen Sperrungen nur für PKW.
Zum Thema das alles zu teuer ist: Wir, BVDM e.V., haben angeboten mehrere Zehntausend €uronen in die Sicherheit der Straße zu investieren! Unser Geld aus Mitgliedsbeiträgen, nicht aus Steuermitteln. Aber selbst dies ist nicht möglich wenn Behörden nicht wollen.

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