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Sperrung K22

Augen zu und durch

08.08.2010 | 14:55 Uhr
Augen zu und durch
Dieser Motorradfahrer wurde von der Sperrung überrascht.

Bürenbruch.Der gängigen Umleitung über den Bürenbruch beraubt, ignorierten am Wochenende zwischenzeitlich mehr als die Hälfte aller Motorradfahrer die Sperrung der K22 zwischen Michaelisweg und Grenze zum Märkischen Kreis und bahnten sich ihren Weg nach Letmathe bzw. Schwerte über Stock und noch mehr Stein durch die Baustelle.

Den ganzen Monat noch werden es Motorradfahrer nicht leicht haben, geeignete Umleitungsmöglichkeiten zu finden. Wie berichtet, wird die Kreisstraße 22 auf Schwerter Stadtgebiet mit einer neuen Straßendecke versehen. Während für Autofahrer eine Umleitung über Michaelisweg und B236 eingerichtet worden ist, gucken Motorradfahrer in die Röhre. Der Autoumleitung können sie nicht folgen, weil die B236 an Wochenenden zwischen Ergste und dem Schälk für Motorräder gesperrt ist und in Folge auch nicht in den Michaelisweg eingefahren werden darf – was Bikern übrigens die Möglichkeit nimmt, in einer am Michaelisweg gelegenen Gaststätte Station zu machen.

Eine Umleitungsempfehlung über den Schwerter Ortsteil Reingsen, die der Ergster Michael Wilczynski, im Bundesverband Deutscher Motorradfahrer (BVDM) Referent für Streckensperrungen, angeregt hatte, kommt für die Stadt Schwerte nicht in Frage. „Der gesamte Bereich von Reingsen bis zur Rote-Haus-Straße wird von der Bevölkerung als Naherholungsgebiet genutzt“, schreibt Siegfried Kuhn von der Stadt Schwerte im Auftrag des Bürgermeisters. Er sieht in diesem Bereich die Sicherheit der Fußgänger „in erheblichem Maß“ gefährdet.

Überhaupt sieht Siegfried Kuhn in einer zusätzlichen Umleitungsbeschilderung für Motorradfahrer eine Unverhältnismäßigkeit, weil eine Beschilderung auch auf Iserlohner und Hagener Stadtgebiet hätte vorgenommen werden müssen. „Hier kommt es nur samstags und sonntags zu zusätzlichen Behinderungen, ansonsten darf die B236 wie üblich von Motorrädern befahren werden“, so Kuhn. Und: „Ich vertrete die Auffassung, dass es den Motorradfahrern zuzumuten ist, sich selbstständig eine andere Fahrstrecke zu suchen, zumal sich die Vollsperrung Bürenbruch nur auf höchstens vier Wochen erstreckt“. Eine zwischenzeitliche Öffnung der B236 ist, wie berichtet, abgelehnt worden.

Umleitungsmöglichkeiten sind allerdings mit vielen Kilometern zusätzlich verbunden. Biker, die von Schwerte nach Letmathe wollen, können entweder die Autobahn benutzen, über Reingsen bis zum Roten Haus fahren und von dort über Grürmannsheide. Oder aber auf dem Bürenbruch kehrt machen und via Villigst über die Rote-Haus-Straße fahren.

Nicht nur Michael Wilczynski sieht in der fehlenden Umleitung für Motorräder eine Ungleichbehandlung. „Ich fühle mich diskriminiert“, sagte am Samstagmittag Rolf aus Ennepetal, als er auf dem Bürenbruch unvermittelt vor der Sperrung stand. Er hätte sich über einen entsprechenden Hinweis auf der B236 in Ergste am Abzweig Bürenbrucher Weg gefreut. Während der Ennepetaler sich für den Weg über Reingsen entschied, ignorierten andere die verbotene Einfahrt auf die K22 in Höhe Michaelisweg – möglicherweise wegen Orsunkundigkeit. Michael Wilczynski ist verärgert: „Schwerte ist für mic ein heißer Kandidat für die motorradunfreundlichste Stadt“.

Ingo Rous

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Kommentare
03.09.2010
14:47
Augen zu und durch
von rote Zora | #12

AN ALLE, die hier posten:

Ich habe da mal eine (dumme) Frage:
Ändert sich IRGENDETWAS dadurch, dass Ihr Euch hier gegenseitig zerfleischt?
Oder warum tut ihr das?

14.08.2010
22:41
Augen zu und durch
von Anwohnerin | #11

die Besucher, die den Immenhof unseres BM besuchen sind aber willkommen..... tz tz

14.08.2010
22:20
Augen zu und durch
von Anwohnerin | #10

Was ist das denn für ein Kappes ?! Erst bis oben hin fahren kassen und dann wieder zurück? Jetzt versteh ich nix mehr.Sollen ne Umeitung für de Mopeds rechtzeitig beschildern... tz tz tz

09.08.2010
19:39
Augen zu und durch
von Ich vonne Ruhr | #9

@drahrebe, genau das ist das Problem!
Würden die Motorradfahrer wohl auch. Es ist nur unverschämt, diese Sorte Verkehrsteilnehmer bis zur Baustelle fahren zu lassen um sie dann umkehren zu lassen. Das mindeste wäre ein Hinweis an der Kreuzung Letmather Str. Bürenbrucher Weg! Alleine schon damit die Anwohner des Bürenbrucher Weg entlastet werden.

09.08.2010
19:17
Augen zu und durch
von drahrebe | #8

Sorry als Autofahrer würde ich bei einer Sperrung der L263 den Weiternen aber sicher fasr so schnellen Umweg über die A45/46 Ergste-Hagener-Kreuz-Letmathe wählen . aber der ist ja für Biker zu popelig.und für Ortsfremde zu schwer zu finden

09.08.2010
19:15
Augen zu und durch
von DrehtAmRad | #7

Über den Schälk ist verboten , über den Bürenbruch jetzt auch ... KEIN Problem , fahr ich eben durch den Wald ! Kostet sowieso alles das selbe nur stehen hinter den Bäumen nicht die Schmiere !

09.08.2010
19:07
Augen zu und durch
von Ich vonne Ruhr | #6

Irgendwas versteh ich da wohl falsch!

Der Autor des Artikels, erläutert die Problematik und dies sogar ziemlich sachlich.

Die Kommentarschreiber schreien über Raser und Verkehrsvergehen, die aber bei allen Verkehrsteilnehmern vorkommen.
Hier geht es einzig und alleine darum, das nicht rechtzeitig vor einer Baustelle gewarnt wird, die der Gruppe von Motorradfahrern die Weiterfahrt unmöglich macht.
Die Autofahrer die über den Bürenbrucher Weg bzw. Bürenbruch fahren sind zu 99% Einheimische und somit Ortskundige.
Die Motorradfahrer die diese Straße am Wochenende nutzen sind in der Mehrheit keine Schwerter oder Letmather und somit Ortsunkundig.
Es wird weiterhin dargelegt das dieser Umweg ja vertretbar ist. Als damals die Ruhrbrücke gesperrt wurde und alle über Geisecke oder Westhofen fahren mussten, war das Geschrei riesig groß...........
Aber solange ich nicht betroffen bin, geht es mir am A... vorbei, sagen sich doch die meisten.

09.08.2010
17:55
Augen zu und durch
von drahrebe | #5

Hallo BS,
Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen. Wer die meisten Unfälle verursacht unsd wer am meisten Geschwindigkeitsüberschreitungen auf seinem Konto hat.
Apropo Konto. Ich habe zwar schon einige male ins Blitzlicht der Radarkontrolle geblinzelt. und dann auch dafür bezahlt. habe aber keine Punkte.
Solange sich sogenante Motorrad(lIEBHABER) fans darüber austauschen wie sie , die nur für Autofahrer gültigen Radarkontrollen austricksen können, um noch Schneller in die nächste brennsliche immer von Autos verursachte Situation zu geraten lasse ich nur sehr wenige Argumentezum Bedauern der ach so armen Motorrasfahrer gelten. Aber ( siehe oben Nr 2) wenn Motorräder als ständige Einzelfälle mit halsbrecherischer Geschindigkeit zwischen den Autos rumkurven werden dann die Autos Motorradunfälle verursachen und dumm dastehn.
Zurück zur Realität Fehler macht jeder als Verkehrteilnehmer immer mal. Aber wenn JEDER mal einen Fehler macht und vor allem Rücksich auf den Ander nimmt geht es garantiert besser.
Wenn mir aber ein Motorradfahrer sagt, ich als Autofahrer, als der Stärkere, muß mit meinem Astra,immer und nur auf die schwachen Motorräder mit über 100 PS Rücksicht nehmen fehlt mir jeglicher Bezug zur Realität. Aber OK. Alle gemeinsam einer auf den andern aufpassen ja, aber einseitig die Mopeds bedauern geht überhaubt nicht

09.08.2010
17:22
Augen zu und durch
von BS | #4

Völlig lächerlich. Die Autofahrer sollten sich lieber keinen Heiligenschein aufsetzen. Wer sich NICHT an irgendeine Verkehrsregel hält, habe ich am Wochenende mal wieder auf der Autobahn gesehen. Motorradfahrer fahren eben gern mal auf Landstraßen schnell um die Ecken, Autofahrer lieber geradeaus auf der Autobahn. Im Übrigen werden die meisten Missachtungen unserer Verkehrsregeln von Autofahrern begangen, sodass man lieber das Auto fahren hier und da verbieten sollte. Das würde jedenfalls deutlich mehr Sicherheit für alle geben, als sich über ein paar Motorradfahrer künstlich aufzuregen, die sich durch ihre Fahrweise überwiegend nur selbst gefährden und nicht Unbeteiligte verkrüppeln oder sogar umbringen. Und noch Eins: Die meisten Motorradunfälle werden von Autofahrern verursacht.

09.08.2010
14:44
Augen zu und durch
von Tante Trude | #3

Ja, so ist das eben, wenn sich die lieben Mopedkumpels immer über alle Vorschriften hinwegsetzen. Da kann man dann nicht mehr mit Entgegenkommen rechnen. Und das ist auch gut so. Man kann nur hoffen, dass die B 236 möglichst bald ganz für diese Verkehrsrowdys auf zwei Rädern geschlossen wird.

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