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Geschäftführer: Thema unterschätzt : Freischütz tritt zurück vom Freefighter-Vertrag

Schwerte, 27.07.2009, Bernd Kirchbrücher

Schwerte. Knockout für die Freefighter noch vor dem ersten Gong: Das Ausflugslokal Freischütz im Schwerter Wald ist vom Vermietungsvertrag mit Heiko Pape zurückgetreten.

Der Dortmunder hatte für die Free Fight Association (FFA) am 8. August die Westdeutsche Meisterschaft in dieser hochumstrittenen Sportart ausrichten wollen.

Freischütz-Geschäftsführer Jörg Prüser erklärte gestern gegenüber der WR: „Wir haben das Thema anfangs wohl unterschätzt. Wir müssen aber jetzt Schaden vom Freischütz abwenden.” Prüser machte aber auch noch einmal deutlich, dass der Freischütz nicht der Veranstalter gewesen wäre, sondern nur die Örtlichkeit zur Verfügung gestellt hätte.

Erleichterung im Schwerter Rathaus

Kampfkäfig neben Klettergerüst? Nachdem die Schwerter WR am Donnerstag über die geplante Kampfveranstaltung berichtet hatte, war sofort die Frage aufgeworfen worden, ob das familienfreundliche Image des bekannten Ausflugslokals auf der Grenze zwischen Dortmund und Schwerte mit einer Sportart zu vereinbaren ist, die fließendes Blut ausdrücklich nicht ausschließt. Schwertes Bürgermeister hatte sich erregt, hier würden „Menschen zum Objekt der Schaulust degradiert” und die Stadtverwaltung prüft seither, ob die legale Schlägerei von der Konzession des Hauses abgedeckt wird.

Von „Erleichterung” war gestern im Schwerter Ratshaus die Rede, nachdem der Freischütz den Freefightern eine Absage erteilt hatte. Stadtsprecher Carsten Morgenthal: „Wir können diese Akte zuklappen.” „Nicht unmittelbar zu vergleichen”, sei der geplante Kampf des ehemaligen Box-Champions Rene´ Weller gegen den Westfalenmeister Konstantin Specht in der Rohrmeisterei, der im Zuge der Freefight-Prüfung ebenfalls unter die Lupe genommen wurde. Morgenthal: „Da haben wir bis September noch ein paar Tage Zeit.”

Veranstalter geht in die nächste Runde

Freefight-Veranstalter Heiko Pape mochte sich gestern noch nicht geschlagen geben: „Ich werde das so nicht hinnemen. Für mich hängt da auch finanziell einiges dran, zumal es fast unmöglich ist, bis zum 8. August noch eine neue passende Örtlichkeit zu finden.” Pape, der die Hoffnung hatte, im nächsten Jahr sogar die Deutsche Meisterschaft ausrichten zu können, will eine nächste Runde: Der Kampfsportler hat die Angelegenheit seinen Anwälten übergeben.

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