610000 Euro pro Jahr für FAB
11.06.2011 | 11:04 Uhr 2011-06-11T11:04:00+0200
Schwerte.Das Kapitel Bäder GmbH, zu der einst das Allwetterbad gehörte, ist zwar beendet, aus den Büchern sind die Schulden, die die einstige Freizeitoase hinterlassen hat, aber noch längst nicht. Rund 610000 Euro fallen noch zwei Jahrzehnte lang Jahr für Jahr an, um Zinsen zu zahlen und Schulden zu tilgen.
Den Schlussstrich unter die Bäder GmbH, zu der früher das Stadtbad und das FAB gehörten, zog die Gesellschafterversammlung der Stadt Schwerte Holding GmbH. Sie war einst gegründet worden, um ein gemeinsames Dach für die Stadtwerke, die Stadtentwässerung und die Bäder GmbH zu haben. Im letzten Jahr ihres Bestehen fielen bei der Bädergesellschaft noch einmal Verluste von 1,139 Millionen Euro an. Das Minus hatte mehrere Ursachen: Betriebskosten für das Stadtbad, Personalausgaben für FAB-Beschäftigte, da auch nach der Schließung – aufgrund von Beschäftigungssicherungsverträgen – Mitarbeiter bezahlt werden mussten, und Ausgaben für die Restabwicklung des FAB.
Die Holding selbst blieb trotz der negativen Bilanz des FAB liquide, weil sie durch das positive Ergebnisse der Stadtwerke wett gemacht wurden.
Der Schuldenberg, der durch den Bau des Allwetterbades und den später hinzugekommenen Verwaltungstrakt entstanden ist, wird nun vom Sondervermögen Bäder abzutragen sein. Dieses war schon Mitte der 90er Jahre gegründet worden und ist seither Besitzer sowohl des FAB als auch des Stadtbades. Letzteres haben inzwischen die Stadtwerke gepachtet.
Langfristig soll das Sondervermögen wieder direkt Teil des kommunalen Haushaltes werden. Denn der Rat hatte Ende vergangenen Jahres beschlossen, die Holding aufzulösen, da sie - vereinfacht formuliert - nicht mehr vonnöten ist. Die Stadtentwässerung ist inzwischen in die Stadtwerke übergegangen, die Bädergesellschaft aufgelöst.
Bleibt also nur noch Stadtwerke und Sondervermögen übrig, für die eine Holding aber nicht zwingend erforderlich erscheint. Durch die schlankeren Strukturen, so haben Experten errechnet, kann die Stadt pro Jahr 100 000 Euro sparen.
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