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30 Mitarbeiter stehen auf der Straße

17.08.2009 | 19:28 Uhr
30 Mitarbeiter stehen auf der Straße

Schwerte. Die Stadt soll einen Rettungsring auswerfen, damit die Mitarbeiter des Allwetterbades wirtschaftlich nicht untergehen: Als sich die Beschäftigten des FAB gestern zur Belegschaftsversammlung trafen, umrissen sie ihren größten Wunsch mit starkem Nachdruck.

Das Gros der Kollegen, sagt Betriebsratschef Jörg Wilhelm, ist 40 Jahre und älter. Da sei nun mal die Sorge groß, dass „man Ende bei Hartz IV landet”. Verstanden hat das 37-köpfige Team ohnehin nicht, wie die Stadt nach all den Treueschwüren der Vergangenheit dann doch den Entschluss fasste, das Bad zu schließen. Fallen gelassen fühlen sich die Beschäftigten. Der Eindruck verschärft sich noch durch das Verhalten der Politiker. Nach dem Ratsentscheid habe sich kein Rats- oder Partteienvertreter mehr blicken lassen. Weder von den großen noch von den kleinen Parteien habe es jemand für notwendig befunden, mit den Betroffenen zu reden. Kopfschütteln angesichts eines solchen Umgangs.

Um nicht selbst in einen Abwärtsstrudel zu geraten, möchte die Belegschaft folgende Ziele verwirklicht sehen:

Es wird eine Transfergesellschaft gegründet, in die die Mitarbeiter, für die es bei der Stadt oder der Bäder GmbH keine Zukunft gibt, übernommen werden.

Die Stadt hält sich an die vereinbarten Verträge. Das bedeutet: Die Beschäftigten bleiben bis Ende 2010 in Lohn und Brot. Für Jörg Wilhelm eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die Belegschaft habe einen Eigenanteil von 100 000 Euro (Überstunden etc.) übernommen, damit der Arbeitsplatz erhalten bleibe. Es könne doch nicht sein, dass die Anstrengungen für die Katz' gewesen sind.

Rund 30 Mitarbeiter verlieren ihren Job, wenn das Allwetterbad zum Jahresende schließt, so wie es der Ratsbeschluss aussagt. Derzeit sind 37 Mitarbeiter dort tätig. Das Nutzungskonzept für das Stadtbad, das mehr Öffnungszeiten als bisher für die Öffentlichkeit enthält, sieht sieben Vollzeitstellen und vier 400-Euro-Jobs vor. Fünf FAB-Leute haben ein Rückkehrrecht zur Stadtverwaltung. Drei von ihnen werden wahrscheinlich im Stadtbad beschäftigt sein, zwei sollen ins Rathaus wechseln. Für drei Bedienstete endet der Vertrag mit dem Jahreswechsel. Sie haben im Gegensatz zu den übrigen Mitarbeitern keine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2010.

Zwei Gesprächsrunden zu Sozialplanverhandlungen, bei denen über die Höhe der Abfindung gerungen wird, haben bereits stattgefunden, eine Anfang Juni, die andere in der vergangenen Woche. Eine Einigung gab es bislang noch nicht.

Theo Körner

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Kommentare
17.08.2009
22:14
30 Mitarbeiter stehen auf der Straße
von Sven H. | #1

Wo ist denn euer super verdi.
Der war doch sonst immer in Sichtweite.
Ist der etwas in Urlaub?

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