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Männerchor Westhofen

175 Jahre jung und in bester Form

25.10.2009 | 17:25 Uhr
175 Jahre jung und in bester Form

Westhofen. Erfreuliche Leistungen bot der Männerchor Westhofen 1834, als er am Samstagabend im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus sein Konzert zum 175-jährigen Bestehen gab.

Unter der bewährten Leitung von Uwe Finger wirkten die exzellenten Solistinnen Charikla Tonn (Sopran) und Sahra Kimm (Klavier) mit. Zügig-frisch begrüßte der Chor seine große Zuhörerschaft mit dem Lied „Willkommen” und Helmut Bogenhardts „Zum festlichen Tag”. Schwungvoll-sicher kam „Singen, klingen, Freude bringen” an.

Für die Lobes- und Dankesworte (siehe nebenstehenden Bericht) bedankte sich der Chor mit „Seid willkommen in der Runde”. Einfühlsam und mit sicheren Höhen brachte die Solistin Hans Pfitzners „Nachts” zu Gehör. Bezaubernd anmutig gefiel auch die Arie der Kurfürstin „Als geblüht der Kirschenbaum” aus dem „Vogelhändler”. Mit überzeugender Deutlichkeit brachte der Chor „über die Berge schallt” dar. Mit leicht lockeren Koloraturen überzeugte die Solistin mit der Arie der Adele „Mein Herr Marquis” aus der „Fledermaus”. Romantisch harmonisch präsentierten die Männer „Malovana”, bevor die Solistin mit Hollaenders Dauerbrenner „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre” viel Beifall hervorrief. Eine Weise russischer Harmonie bot der Chor dann mit „Nadja” dar, bevor er mit dem spanisch-rasanten „Chiquita rosa” begeisterte.

Nach der Pause zelebrierten die Sänger einfühlsam „Dort unten im Tale” und das temporeiche „Lied der Freude”. Temperamentvoll und mit strahlenden Höhen gelang der Solistin die Arie der Frau Fluth aus der komischen Oper „Die lustigen Weiber von Windsor”.

Ein Programm für jeden Geschmack

Von den weiteren Höhepunkten des Abends seien noch das leicht beschwingte „Montane del Fuege”, die kraftvollen Jagdlieder und die von der Sopranistin brillant dargebotenen Arien von Leha´r, Dostal und Gounod genannt. Als stürmisch verlangte Zugabe hörte das Publikum das exzellent vorgetragene „Ich hätt' getanzt heut' Nacht ” aus „My fair Lady”. Ein furioser Schluss gelang dem Chor gleich doppelt: Das romantische „Ja, ich hab' in meinem Herzen” aus der Oper „Schwarzer Peter” und das beschwingte „Rot sind die Rosen” fanden bei den Gästen viel Gefallen, was sich an dem großen Beifall für ein dreistündiges und mit 30 Titeln reich bestücktes, abwechslungsreiches Programm zeigte, das fast jeden Geschmack getroffen haben dürfte.

Lobende Worte und Ehrungen

Das Geburtstagskind gehört zu den ältesten deutschen Männerchören. In seiner Laudatio ließ Lothar Meißgeier als Vertreter des Sängerkreises Iserlohn die lange und erfolgreiche Geschichte des Chores Revue passieren.

1834 als Evangelischer Männerchor gegründet, war der Chor auch für die Liturgie in der Kirche zuständig, da es damals noch keine Orgel gab. Als immer mehr katholische Sänger um Aufnahme baten, wurde dann 1855 der Name in Männerchor Westhofen geändert. Von Anfang an habe der Chor eine Erfolgsgeschichte geschrieben und bis auf den heutigen Tag einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt im Allgemeinen und des Ortsteils im Besonderen.

Nach dem Blick in die Geschichte ehrte Bernd Hubert, zweiter Vorsitzender des NRW-Chorverbandes, den Chor für sein Jubiläum. Glückwünsche der Stadt überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Dagmar Berg. Doch nicht nur der ganze Chor wurde geehrt, sondern auch zwei einzelne Sänger. Für 60-jährige Treue zeichnete der Vorsitzende des Sängerkreises Iserlohn, Helmut Wegener, Günter Padberg aus und für 50-jähriges Engagement Heiner Zurheide.

Karl Friedhelm Michael

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