Schwerte
12.02.2012 | 11:23 Uhr 2012-02-12T11:23:00+0100
Schwerte. Jetzt kann’s losgehen, das große Sammeln von Unterschriften für einen Tag mit dem Radiosender WDR2. „WDR2 für eine Stadt“ heißt die Aktion, und am Samstag nahm der Sender direkt vor Ort quasi schon mal Maß.
„Speed-Dating“ war das Zauberwort, mit dem sogar Menschen aus Viersen und aus Warburg ins Ruhrtalmuseum gelockt wurden.
Moderator Uwe Schulz hatte sich höchstpersönlich die Ehre gegeben und vor laufenden Kameras und klickenden Verschlüssen zwölfmal fünf Minuten mit Menschen über den Sender, seine Musik und die Stadt gesprochen. „Das war sehr überzeugend“, verriet er der moderierenden Steffi Neu in einer Live-Schalte aus Schwerte, „ich finde, Schwerte hat es verdient, ins Finale zu kommen“. Beeindruckt sei er gewesen, wie sehr die Menschen ihm „von ihrer Heimat vorgeschwärmt haben. Das hat mich mehr gewärmt als die Thüringer Bratwürste draußen auf dem Markt“.
Das große Sommer-Open-Air mit Rea Garvey, Stefanie Heinzmann und Katzenjammer, mit eintrittsfreier Satire, Talk, Wissenschaft und Radio zum Anfassen kommt allerdings nicht von alleine in die Ruhrstadt. Die Schwerter selbst müssen dafür mit ihrem guten Namen sorgen und unterschreiben: im Internet auf der Hompage von WDR2, in allen Lotto-Annahmestellen oder auf Listen, die Schwertes Tourismusbeauftragter Uwe Fuhrmann im Ruhrtalmuseum vorhält oder sie gemeinsam mit Oberschichtmeister Ernst Kunert in die Fußgängerzone trägt, wo Bürgerinnen, Bürger und Besucher am 18. und am 25. Februar unterschreiben können. Noch bis zum Ende des Monats läuft die Unterschriftenaktion. Kosten, versicherte Uwe Fuhrmann, kommen keine auf die Stadt zu.
Dass es sich lohnt, den Sender in seine Stadt zu holen, untermauerte am Samstag das Ehepaar Hentrich aus Warburg, wo im vergangenen Jahr das Finale ausgerichtet worden war. „Das war wunderbar“, schwärmten die beiden, die wegen einer Verabschiedungsveranstaltung in der Katholischen Akademie in Schwerte weilten und zufällig am Ruhrtalmuseum vorbei gekommen waren. „Sagen Sie Ihren Lesern, dass es sich lohnt zu unterschreiben“. Auch eine Frau aus Viersen war angereist – wegen Uwe Schulz. „Ich finde ihn umwerfend toll“, gestand sie – und fügte leiser hinzu: „Ich habe ihm schon zweimal einen Heiratsantrag gemacht. Aber er ist ja schon verheiratet“.
Natürlich nahmen auch Schwerter am „Speed-Dating“ teil. Uwe Görke zum Beispiel, Schwertes bekanntester Homosexueller. Oder Bianca Dausend, CDU-Pressesprecherin in Schwerte, die Uwe Schulz das ehrenamtliche Engagement in dieser Stadt nahe brachte. Ilka Fleitmann war dabei, die durch Einblendungen im Radio von der Aktion hörte, vorbeischaute und gleich akquiriert wurde. Ebenso Monika Schmidt. In Lauerstellung: Uwe Fuhrmann, neben ihm Diethild Dudeck, Vorsitzende des Hansevereins. „Immer, wenn es darum geht, für Schwerte Werbung zu machen“, bin ich dabei“, erklärte sie. Unterschrieben hat sie auch schon. Damit der Sender im Sommer in die Ruhrstadt kommt.
17:46
Natürlich habe ich nichts gegen Feste, auch kann Schwerte gerne bei WDR2 für eine Stadt gewinnen. Ich empfinde es so ähnlich wie mit dem ICE der mit dem Namen Schwerte / ruhr durch die Bundesrepublik rauscht. Mehr Schein als sein.
Mein Blick geht mehr zu den nachfolgenden Problemen wo ich leider kein Engament und Lösungen wahrnehme.
1.) Verkehrskonzept
2.) 2011 an 46 Tagen Überschreitung der Feinstaubgrenzwerte Hörder Straße
3.) Finanzsituation, mir fehlt ein Konzept von Bürgermeister Böckelühr
4.) Politikverdrossenheit und das nach über 12 Jahren BM Böckelühr
5.) Zustand und Stimmung in der Verwaltung der Stadt Schwerte
6.) Absichtserklärungen der CDU in jüngster Vergangenheit wie : Überdachung des Bahnhofsvorplatz, Beleuchtung der Unterführung am Bahnhof, Stadtteilentwicklungspläne für Ergste und Westhofen. Was wird wohl wirklich umgesetzt ? usw. usw.
WDR2 für eine Stadt gibt dann für einen Tag Spass, die Probleme in Schwerte bleiben aber leider.