Ziel barrierefreier Masterplan für Stadt
02.02.2012 | 16:16 Uhr 2012-02-02T16:16:00+0100Schwelm.Knapp eine halbe Stunde dauerte es, dann war das erste informelle Treffen des baldigen Behindertenbeirates im Jugendzentrum erfolgreich beendet.
Schnell waren die Vertreter für den Beirat, der an den Hauptausschuss angegliedert sein wird, durch die Versammlung bestimmt. Unter den Mitgliedern, die am 9. Februar in der Ratssitzung bestätigt werden, finden sich bekannte Gesichter wie Frank Sprock von der Lebenshilfe und Detlef Wapenhans vom Verein „Mobil mit Behinderung“, aber auch Menschen wie Katharina Pagel, die ohne einen Verein im Hintergrund, ehrenamtlich mitarbeiten möchte. Gewählt wurden schlussendlich alle, die vorgeschlagen wurden.
Dem Beirat werden angehören: Frank Sprock, Susanne Gebhard, Detlef Wapenhans, Max Schirmer, Simone Strasser, Angelika Beck, Hannelore Berninghaus, Roland Kommerasch, Rolf Steuernagel, Gudrun Kottwig und Katharina Pagel. Als stellvertretende Mitglieder wurden Christiane Nölke, Brigitta Teriete, Eva- Renate Terboven und Joachim Tarne bestimmt.
Rechtlich bindende Entscheidungen darf der Beirat allerdings nicht treffen, er darf, wie der Name sagt, beratend beistehen.
Detlef Wapenhans hat Bedarf zu reden. Und er will zeigen, wo es hakt in der Stadt für Menschen mit Behinderungen. Nicht abgesenkte Bürgersteige, der Omnibusbahnhof, das Rathaus, Geschäfte in der Innenstadt, die er nicht betreten kann, weil der barrierefreie Zugang fehlt, fehlende Wickelmöglichkeiten für erwachsene Menschen in der Stadt – die Liste der Dinge, die Wapenhans anmerken will, ist lang. Und genau an diese Anregungen und Sichtweisen von Menschen, die gezwungen durch eine Behinderung anders durchs Leben gehen, denkt auch Bürgermeister Stobbe und er sagt: „Wir brauchen den Beirat auch ganz konkret, zum Beispiel bei der Planung für den Omnibusbahnhof“. Auf lange Sicht wünscht sich Stobbe einen „Masterplan für Schwelm“, um die Stadt planerisch und sozial barrierefrei zu machen.
Detlef Wapenhans würde es erst einmal reichen, wenn er ohne Barrieren mit seinem E- Rollstuhl die Sitzungsräume im Rathaus erreichen könnte. Denn getragen werden, möchte der erwachsene Mann lieber nicht.
07:48
Da werden am Donnerstag noch schnell zwei Artikelchen reingestellt. Das zugehörige Bild fehlt, ist aber wurscht, merkt ja doch keiner. Und diese informativen Knaller bleiben dann als wichtigste (und einzig neue) Nachrichten aus Schwelm am Freitag stehen. Und am Samstag. Und am Sonntag. Und am Montag. Und am Dienstag ...
Ach, liebe WAZ! Das ist der für die Leser so unverzichbare, aktuelle, regional bedeutende Journalismus? Mein Vorschlag: Wenn dieses Portal doch so arbeitsintensiv, so lästig und ganz offenkundig so egal ist - lasst es doch einfach bleiben!
19:52
Hut ab vor Herrn Wapenhans,der konkret sagt,was nötig ist und ihm und anderen hilft,statt sich von der Phrase eines weiteren Masterplans für Schwelm beeindrucken zu lassen -wofür haben wir inzwischen eigentlich keinen Masterplan?