Zeitreise mit Schwelms Museumsleiterin
25.04.2010 | 18:08 Uhr 2010-04-25T18:08:00+0200Schwelm. Mit dem Wetter auf ihrer Seite veranstaltete Cornelia Hackler – Leiterin des Museum Martfeld und des Stadtarchivs eine Frühjahrswanderung mit dem Schwerpunkt Engelbert: Im Schloss Martfeld gab es Details zum vermutlichen Tathergang.
Auf den Spuren des damaligen Erzbischofs wanderte die Gruppe von rund 20 Teilnehmern vom Heimatmuseum in Schwelm aus bis zu seinem Todesort in Gevelsberg am Strückerberg – eine Zeitreise mitten ins 13. Jahrhundert. Unterwegs wurden die Mitwanderer mit Informationen überflutet. Cornelia Hackler bestach mit einem umfassenden Fachwissen und stellte insbesondere die Zustände zu dieser Zeit in den Fordergrund. Dabei hob Cornelia Hackler besonders die Bedeutung des damaligen Fernwegesystems hervor. Reisen im 13. Jahrhundert hatte keine Ähnlichkeit mit heutigen Reisen. Gerechnet wurde in Tagesetappen, übernachtet in befestigten Quartieren.
Asphaltierte Straßen gab es nicht, die Mobilität des Einzelnen war damals mehr als eingeschränkt, Reisen gefährlich. In Schwelm kreuzten sich die Handelswege, der Stadt kam eine bedeutender Stellung im damaligen Fernwegesysteme zu. Zu diesem Wegen gehörte auch der Hohlweg über den Strückerberg im heutigen Gevelsberg. Dort ereignete sich die Greultat. Der Erzbischof war auf dem Rückweg von Soest nach Köln, wollte in Schwelm die Kirche weihen. Doch statt Mittelpunkt eines Kirchweihfests zu sein, fand der Würdenträger in einem tödlichen Hinterhalt den Tod.
Für die Wanderer hunderte von Jahren später endete es nicht so blutig. Zwar mit müden Gliedern, aber ausgestattet mit frisch erworbenem ge schichtlichen Wissen, konnten sie glücklich zum heimischen Kaffeetisch eilen.
10:00
Journalistische Exzellenz werde wichtiger denn je. Hombach: „Schlechter Journalismus lässt sich auf Dauer nicht verkaufen.”
So plaudert der Geschäftsführer der WAZ in aller Unschuld am gleichen Tag, an dem uns ein Artikel wie dieser zugemutet wird.
http://www.derwesten.de/wp/region/Reportagen-erwecken-alte-Handwerke-zu-neuem-Leben-id2900405.html
Schlimm genug, dass man Schreibknechte mit diesem Niveau auf die Öffentlichkeit loslässt. Noch schlimmer finde ich aber, daß niemand in der Lokalredaktion eingreift, bevor der Text publiziert wird. Einfach nur keinen Bock, oder können die es dort selbst auch nicht besser?
Weniger verkaufte Zeitungen bedeuten noch weniger Arbeitsplätze in den Redaktionen. Das ist bedauerlich. Was soll man machen, wenn die Mitarbeiter der WAZ so eifrig ihre Inkompetenz zur Schau stellen?
09:33
Pisa geht anscheinend auch bei der WR nicht spurlos vorrüber.
Der Artikel ist ein Gräuel da kommt einem das GRAUEN !
18:27
Wenn man hier von einer Greultat berichtet, ist das ganz nett. Aber auch wenn die Historie im Fordergrund steht, sollten die Grundzüge der Rechtschreibung nicht völlig den Bach runter gehen.
Die Qualitäts-Offensive der WAZ lauert wohl noch hinter dem Strückerberg. Zu diesem Wegen? Auch gut. Wir raten einfach, was dem ************* beim Spurt zum heimischen Kaffeetisch durch den Kopf ging.