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Wie werd' ich wohnen,wenn ich älter bin?

06.11.2008 | 16:55 Uhr

Ennepe-Ruhr. (wp) Die Gesellschaft verändert sich und damit die Ansprüche ans Wohnen. Den veränderten Wohnbedürfnissen tragen EN-Kreis und VHS EN-Süd nicht erst seit heute Rechnung. ...

Rolf Novy-Huy (Stiftung Trias), Christa Beermann, Angela und Gerhard Leisten (Wohnprojekt WieEN), vorn Iris Baeck. Foto: kini

... Schon seit einigen Jahren begleiten sie generationsübergreifende Wohnprojekte der Region.

Kontakt bestehe mit sechs Wohnprojekten erklärte Christa Beermann, Demografie-Beauftragte des Kreises, gestern im Pressegespräch. Sie und VHS-Fachbereichsleiterin Iris Baeck gehen davon aus, dass es weitere Wohngruppen im EN-Kreis gibt.

Gestern stellten die VHS und EN-Kreis eine Veranstaltungsreihe zu alternativen Wohnformen vor, die am 15. November im VHS-Gebäude in Gevelsberg, Mittelstraße 86-88, beginnt. Die Veranstaltungsreihe lässt den EN-Kreis näher zusammenrücken, denn die Angebote finden in verschiedenen Städten statt.

Die Auftaktveranstaltung des Projektes "WoGEN - Wohnen für Generationen im EN-Kreis" beginnt Samstag, 15. November, 14.30 Uhr, mit Kaffee und Kuchen beim "Infomarkt" im VHS-Gebäude. Schirmherr Dr. Arnim Brux und Claus Jacobi, Verbandsvorsteher der VHS EN-Ruhr-Süd, eröffnen den Nachmittag. 15.15 Uhr Podiumsgespräch mit bestehenden und geplanten Wohnprojekten im Umkreis. Eingeladen sind u. a. die schon realisierten Projekte Bochum-Maarbrücke und Mettmanner Hofhaus. 16.15 Uhr Workshops zu den Themen "Finanzen", "Rechtsformen" und "Von der Idee zum Projekt". Um 17.30 Uhr fasst Moderatorin C. Benninghoven den Tag zusammen. Referenten der Workshops sind S. Matzke und W. Kiehle, Wohnbundberatung NRW (Bochum), Rolf Novy-Huy, Stiftung Trias, Hattingen.

Christa Beermann beurteilte die Suche nach neuen Wohnformen, in denen Nachbarschaft als bewusster Wert gesetzt ist, so: "Es gibt keine Ideallösung. Wir brauchen eine Vielfalt von Modellen, die gemeinschaftliches Wohnen auch im Alter ermöglichen. Die Wohngruppen und -projekte sind Modelle, ein mutiger Versuch. Natürlich gehören Konflikte dazu und eine Quartiersentwicklung. Es ist ein Ansatz, der von Bürgern initiiert und getragen wird in einer sich verändernden, alternden Gesellschaft."

2009 sind geplant: 6. März in Witten, 16.30-19.30 Uhr "Zur Rolle gemeinschaftlicher Wohnprojekte bei sozialer Stadtentwicklung" (Info 02302/581-1534); 27. März: Ganztägige Exkursion nach Bielefeld "Selbstbestimmt Wohnen mit Versorgungssicherheit im Alter" 8 Euro, Anfrage VHS, Kurs-Nr. 4020M. 24. April in Blankenstein, 16-19 Uhr "Von der Idee zur Umsetzung". (Infos Rolf Novy-Huy, Tel: 02324/9022-213): Außerdem ist eine Lesung mit Henning Scherf, dem früheren Bremer Bürgermeister angefragt "Grau ist bunt".

Von Kirsten Niesler

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