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Schwelm

Veranstaltung zum Thema Zeit war keine Zeitverschwendung

09.11.2008 | 15:35 Uhr

Schwelm. (haui) Das Ticken einer Uhr hallte durch den Saal. Uli Isfort (Kantor), Hartmut Krüpe-Silbersiepe (Biologe), Jürgen Schröder (Pfarrer) und Stefan Wiesbrock (Musiker) betraten die Bühne und stellten eine zeitlose Frage: "Was ist Zeit?"

Jürgen Schröder (von links), Hartmut Krüpe-Silbersiepe, Stefan Wiesbrock und Ulrich Isfort durften sich über eine gelungene Veranstaltung mit dem Thema "Alles hat seine Zeit" freuen. Foto: Steffen Gerber

Mit Texten und Tönen suchte das Quartett mit atmosphärischen Klängen und Passagen aus verschiedenen literarischen Quellen der Klassik und Moderne am Freitagabend nach einer Antwort. Der Titel der Veranstaltung, die im ökumenischen Zentrum Heilig Geist stattfand, war "Alles hat seine Zeit".

Der Thematik entsprechend wählten die Akteure Textstellen aus Werken bekannter Schriftsteller, Literaten und Lyriker aus, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Unter anderem lasen Hartmut Krüpe-Silbersiepe und Jürgen Schröder Texte von Goethe und Gernhardt bis hin zu Hermann Hesse, etwas aus dem Roman "Momo" von Michael Ende und sogar aus der Bibel. Dabei wechselten sich die beiden Sprecher beim Lesen ab. Teilweise unterlegten Uli Isfort und Stefan Wiesbrock die Texte mit atmosphärischen Klängen auf der Gitarre (Wiesbrock) und der Orgel (Isfort). Bei den beiden Musikern spielte an diesem Abend nicht nur die Zeit, sondern auch der Raum eine wichtige Rolle. Der Saal des ökumenischen Zentrums unterstützte den Klang der beiden Instrumente, so dass die mysteriös anmutenden Kompositionen bei den Zuhörern für eine Gänsehaut sorgten.

Neben den begleitenden Klängen zu den unterschiedlichen Texten spielten die beiden Musiker auch solo und im Duett. Jeder Zuhörer wird nach der Veranstaltung viel literarisches Wissen über die Zeit mit nach Hause genommen haben, doch eines wird in jedem Fall in Erinnerung geblieben sein: Die Zeit, so gegenwärtig sie auch ist, wird niemals fassbar sein, so wie es auch auf dem Veranstaltungsplakat zu lesen war. Das Zitat von E. Bosch, dass "Zeit haben" die Kunst ist, Menschen von uns zu halten, die sie uns stehlen, griff bei dieser Veranstaltung nicht. Das Quartett hat seine Gäste hochwertig unterhalten und somit alles andere getan, als jemandem Zeit gestohlen zu haben.

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