Trägerverein soll Bürgerbad betreiben
31.10.2008 | 01:41 Uhr 2008-10-31T01:41:32+0100Schwelm. (atü) Einer erneuten zweistündigen Diskussion bedurfte es gestern, bis alle Meinungen gesagt und letztendlich festgestellt wurde, dass alle Parteien das Gleiche wollen. Nämlich: das Schwelmbad erhalten. ...
... Nur über den Weg dorthin gab es noch unterschiedliche Vorstellungen.
Letztendlich aber erhielt der gemeinsame Antrag der CDU, BfS und SWG die nötige Mehrheit. In einem Punkt stimmte diesem auch die FDP zu, die andererseits aber mit der SPD und den Grünen einen eigenen Antrag vorgelegt hatte. Letzterer wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.
Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Dr. Steinrücke verkündet, dass der Eilantrag des Fördervereins "Pro Schwelmebad" am Vormittag vom Verwaltungsgericht abgelehnt worden sei. Damit wollte der Förderverein geklärt haben, ob seine zuvor eingereichte Klage Aussicht auf Erfolg hat.
Der gestern vom Rat gefasste Beschluss hat (in Kurzform) zum Inhalt, dass der Trägerverein Schwelmebad die Möglichkeit erhält, das Freibad mindestens fünf Jahre als Bürgerbad zu betreiben. Die Verwaltung soll hierfür eine vertragliche Lösung entwickeln. Der Verein erhält für 2009 einen städt. Zuschuss von 50 000 Euro, der Zuschuss wird jährlich neu festgesetzt.
SPD, FDP und Grüne hatten eine "ergebnisoffene" Erarbeitung verschiedener Lösungsansätze propagiert. Marcel Gießwein (Grüne) beispielsweise sah in dem jetzt gefassten Beschluss keine langfristige Sicherung des Schwelmebads. Er hätte den endgültigen Beschluss gern durch einen Ratsbürgerentscheid herbeigeführt. "Über 6000 Bürger dürfen nicht ungehört bleiben", meinte er.
CDU-Fraktionsvorsitzender Oliver Flüshöh betonte, dass der Beschluss, mit dem Trägerverein zu planen, das Bürgerbegehren nicht konterkariere.
21:41
Runde Tische scheitern meistens an Narziss, Testosteron oder Adrenalin. Überaus Harmoniebedürftige sollten also lieber woanders als in Schwelm, wo man gerne streitet, schwimmen, z.B. in Legoland oder bei den Schlümpfen.
20:34
Meine Güte, so langsam regt sich der Wunsch, im kommenden Jahr woanders schwimmen zu gehen. Ist es denn so schwer, sich an EINEN Tisch zu setzen? An wem scheitert das denn eigentlich?
14:44
Vielleicht lohnt es sich eher, den Artikel zu kommentieren statt Überfälliges, wie die Umfragen, mit Nonsens.
13:07
Mein Vorschlag für eine alternative Umfrage, damit wenigstens etwas content vorhanden ist:
Sollen die WAZ-Redakteure gezwungen werden, ihre eigenen Lokalseiten zu lesen?
- ja
- nein
- lieber etwas anderes.
12:43
Am besten von allen Umfragen ist immer noch die hochinteressante Rodeltreff-Umfrage! Man möchte weinen!
08:51
@TimmTaler:
Schon richtig und sehr bedauerlich. Selbst bei einem Monopolisten erwarte ich aber ein Minimum an Sorgfalt bei der Arbeit, wenn er sich mit viel TamTam ein Online-Portal leistet. Was in den überregionalen Teilen oft für Heiterkeit oder Kopfschütteln sorgt, ist in vielen regionalen Schubladen einfach nur noch peinlich. Schwelm kann dafür gut als Beispiel herangezogen werden.
08:31
Leider gibt es keine Alternative zu derWesten.
In Nordrhein-Westfalen gehören zur WAZ-Gruppe neben der Stammzeitung Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ), die Westfalenpost (WP) und die Westfälische Rundschau (WR). Im größten Teil des Verbreitungsgebiets erscheinen je zwei dieser Tageszeitungen parallel. In diesen Fällen sind die Anzeigen identisch, da die Titel als wirtschaftliche Einheit vermarktet werden. Weiterhin ist die WAZ am Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung (IKZ) als Minderheitseigentümer beteiligt.
07:47
Jatz haben wir es schwarz auf weiss: Alle Parteien in Schwelm wollen das Freibad erhalten. Das ist doch was.
Nun müsste sich nur noch eine Initiative bilden, die das der WAZ in Ruhe erklärt. Die seit Monaten bereits unsinnige Dauer-Umfrage, ob das Bad umgehend geschlossen werden soll, gerät allmählich endgültig zur Lachnummer. Das scheint aber trotz etlicher Anmerkungen in der Redaktion niemanden so richtig zu interessieren.