"Theresienmesse": Lauter Beifall für Schola Cantorum und Solisten
26.12.2008 | 18:46 Uhr 2008-12-26T18:46:40+0100Schwelm. (wö) Am 2. Weihnachtsfeiertag gehört die musikalische Gestaltung des Hochamtes in St. Marien durch die Schola Cantorum mittlerweile zur liebgewonnenen Tradition. ...
... Zum 20-jährigen Bestehen wartete sie diesmal mit Joseph Haydns "Theresienmesse" auf und begeisterte die katholische Gemeinde im vollbesetzten Kirchenschiff.
"Weihnachten kann nicht nur an einem, es muss an mehreren Tagen gefeiert werden", erklärte Propst Heinz Ditmar Janousek. Er sprach damit seine Freude aus, so jedes Jahr auch ein Hochamt feiern zu können, das seinen Schwerpunkt nicht in der Liturgie, sondern in einer musikalischen Interpretation des christlichen Glaubens sieht. Vor dem Hintergrund des heiligen Stefanus, der die Predigt und liturgische Gestaltung des Hochamtes dominierte, fiel die Wahl der Schola Cantorum auf eine der berühmtesten Messen Haydns, die als viertes von sechs Hochämtern des Komponisten 1799 entstand und später unter dem Titel "Theresienmesse" bekannt wurde.
Mit viel Inbrunst und Dynamik dirigierte Kantor Ulrich Isfort seine Schola Cantorum, die gemeinsam mit dem Projektorchester und den Solisten Ja-Young Park, Annette Hugendick, Marco Agostini und Dr. Jürgen Steinrücke das geistliche Meisterwerk gekonnt interpretierte. Das andächtige Lauschen der Messebesucher - teils mit geschlossenen Augen - verwandelte sich deshalb auch verdient in großes Beifallsbekunden, nachdem Prälat Janousek dankende Worte fand.
Weihnachten dürfe nicht bloß ein ritualisiertes, jährlich wiederkehrendes Ereignis sein. Es müsse vielmehr immer wieder aufs Neue die Herzen der Menschen berühren und so die Liebe Gottes spürbar werden lassen, appellierte Janousek und entließ die Gemeinde mit einem Segen in den letzten Tag des diesjährigen Weihnachtsfestes.
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