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Stadt übernimmt Wasserversorgung

23.03.2013 | 00:23 Uhr

Wuppertal. In den nächsten Wochen bekommen viele Bürger Post von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW). Darin wird mitgeteilt, dass die WSW den Vertrag über die Wasserversorgung kündigt und der Versorgungsauftrag automatisch an den neu gegründeten Eigenbetrieb der Stadt übergeben wird. Auch wenn das Wort „Kündigung“ sicherlich nicht gut klingt, so verbirgt sich dahinter nur ein reiner Verwaltungsakt. Für die Wasserversorgung ändert sich nichts, das Wasser wird ohne Unterbrechung weiter fließen.

Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 4. März die Gründung des städtischen Eigenbetriebs zum 1. Mai 2013 beschlossen und damit auf die neue Wasserrichtlinie der Europäischen Union reagiert. Der neue Eigenbetrieb in städtischer Hand verhindert mögliche Privatisierungen der Wasserversorgung. Die Wassergebühren und Aufgaben des Eigenbetriebs regeln die Wasserversorgungs- und die Wassergebührensatzung, die ebenfalls vom Rat der Stadt verabschiedet wurden.

Das Wuppertaler Trinkwasser stammt aus drei Quellen, deren Erschließung historisch bedingt ist. Noch heute weist das Versorgungsnetz Strukturen aus der Zeit vor der Vereinigung der Großstädte, Städte und Gemeinden Elberfeld, Barmen, Cronenberg, Ronsdorf, Beyenburg, Vohwinkel, Sonnborn und Langerfeld im Jahr 1929 zur Großstadt Wuppertal auf.

Im 19. Jahrhundert erfuhr die Wupperregion einen enormen industriellen Aufschwung, der einen starken Bevölkerungszuwachs zur Folge hatte. Die Versorgung mit Gas, Strom und Trinkwasser konnte der rasanten Entwicklung lange Zeit nicht Schritt halten und schlechte hygienische Zustände, vor allem in den Arbeitervierteln, waren die Folge.


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