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Sporthallenträume neu belebt

04.11.2008 | 17:39 Uhr
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Schwelm. Die geplante Mensa, Voraussetzung für den parziellen Ganztagsbetrieb des Märkischen Gymnasiums, hat dem schon seit Jahrzehnten gehegten Traum einer neuen Dreifach-Turnhalle in Schwelm neue Nahrung verliehen.

Ein Blick in die Zukunft: So könnte der Glaspavillon einmal aussehen, in dem die Mensa des Märkischen Gymnasiums Platz findet. Foto: Bernd Richter

Schulleiter Thomas Daub und sein Stellvertreter Wolfgang Thomas stellten den Vertretern der Fraktionen im Rat der Stadt den Planungsstand aus der Sicht der Schule vor. "Wenn Schwelm für junge Familien attraktiv bleiben soll, muss die Stadt auch eine attraktive Schule bieten", brachen die beiden Pädagogen am Ende ihrer Ausführungen eine Lanze für die Neubaupläne. Wie die WP berichtete, hatte sich die Schulkonferenz in einer Eilsitzung für die mittlere von drei Varianten ausgesprochen- ein Neubau als Glaspavillon mit 296 Sitzplätzen für 675 000 Euro.

Die kleine Lösung, Umbau des Flurs zur Mensa mit 196 Sitzplätzen für 200 000 Euro, lehnt die Schule ab. Thomas Daub: "Der Flur ist der Hauptverkehrsweg innerhalb der Schule." Außerdem würden durch einen Umbau der Kartenraum, ein Bio-Fachraum, das SV-Büro und die Schülerbücherei wegfallen.

Die große Lösung, ein Glaspavillon mit angrenzender Turnhalle neben der heutigen Sporthalle, ist für die Schule damit aber noch nicht vom Tisch. In einer ersten Ausbaustufe würde der Pavillon aufgestellt. Wegen der neu zu verlegenden Versorgungsleitungen schätzen die Tgechnischen Betriebe hierfür die Kosten auf 1 071 000 Euro. Beim Bau der Dreifachturnhalle wären schon 4,5 Mio. Euro zu veranschlagen, die Lösung mit der Mehrzweckhalle käme auf 8,3 Mio. Euro.

Die Elternvertreter appellierten an die Politiker, in ihren Überlegungen zweigleisig zu verfahren. "Wenn wir es in eineinhalb Jahren nicht schaffen, ein tragfähiges Finanzierungskonzept für die Dreifach-Sporthalle auf die Beine zu stellen, wird es auch keine Variante drei geben", plädierte Ralf Stoffels, stellvertretender Elternpflegschaftsvorsitzender, Mitglied in der Arbeitsgruppe Arbeit und Stadtmarketing in der GSWS und im Hauptberuf Unternehmer, für eine Sponsorenlösung. Bei einem Hallenneubau würde auch der Einbau der 180 000 Euro teuren Lüftungsanlage für das Atrium der Schule hinfällig werden.

Ganz gleich, wie die Entscheidung aussehen wird, bis Ende November muss der Förderantrag für den 100 000-Euro-Landeszuschuss gestellt sein. Thomas Daub: "Die Schule braucht ein Signal: Hier passiert etwas! Die Schwelmer Schüler sollen nicht in andere Städte abziehen."

Von Bernd Richter

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